Das Kindermädchen

von Elisabeth Herrmann

Hörspielbearbeitung: Gabriele Neumann
Komposition: Frank Merfort
Regie: Bärbel Jarchow-Frey
DLR Kultur 2007
55 Minuten




Erzähler / Vernau: Martin Engler
Utz von Zernikow: Werner Rehm
Sigrund von Zernikow: Nadja Schulz-Berlinghoff
Marie-Luise Hoffmann: Cathlen Gawlich
Aaron von Lehnsfeld: Maximilian von Pufendorf
Milla: Valery Tscheplanowa
Connie: Judica Albrecht
Pfarrer: Udo Baumgartner
Kinder: Margarita Breitkreiz, Jakob Adler

Martin Engler als Erzaehler/Joachim Vernau, Bild: WDR/Deutschlandradio/Philip Glaser
Martin Engler als Erzaehler/Joachim Vernau

Nadja Schulze-Berlinghoff als Sigrun Zernikow, Bild: WDR/Deutschlandradio/Philip Glaser
Nadja Schulze-Berlinghoff als Sigrun Zernikow

Bilder: WDR/Deutschlandradio/Philip Glaser


Anwalt Vernau hat alles erreicht, wovon er geträumt hat. Er wird Sigrun Zernikow heiraten und sein Büro in der Grunewald-Villa einrichten, in der Kanzlei des Schwiegervaters. Aber die Leiche einer Ukrainerin im Landwehrkanal wirft schreckliche Fragen auf. Wer war die alte Frau, die für ihre Freundin Natalia vom alten Zernikow Entschädigung wegen Zwangsarbeit forderte? Was hatte jene Natalia damals mit den Zernikows zu tun? Vernau blickt in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.

Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg/Lahn, arbeitete auf dem Bau, studierte in Frankfurt und Berlin, und ist als Fernsehjournalistin tätig.


Bemerkungen:

Die Krimiredaktion des DLR hat einfach ein Händchen für gute Krimis. Selten gibt es da, weder bei der Stoffauswahl, noch bei der Umsetzung groß etwas zu bemängeln.

Auch "Das Kindermädchen" reiht sich in diese Reihe ein. Elisabeth Herrmann liefert die originelle Grundlage für das temporeiche und spannende Hörspielskript von Gabriele Neumann. Ein geheimnisvoller Fall mit Bezügen in die Zeiten es Nationalsozialismus wird hier geboten, der sich nach und nach dem nicht ganz geschliffenen Protagonisten Vernau enthüllt.

Die Art der Erzählung und der Umsetzung hat mich an Geschichten von Christian von Ditfurth oder auch Hans Gruhl erinnert, die ja im Bereich des Hörspielkrimis schon eine ordentliche Marke gesetzt haben.

Das Ensemble ist mit vielen erstklassigen Schauspielern besetzt, die aber kaum im Höspielfach verbraucht sind und angenehm klischeefrei wirken.


Ein spannender Fall mit Hintergrund und Tiefgang in einer sehr gelungenen Kulisse. Das Einschalten kann ich hier wirklich nur empfehlen!

Meine Wertung: + + + +

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