Das kleine Lumpenkasperle

von Michael Ende

Regie: Walter Niklaus
Musik: Franz Bartzsch




Das kleine Lumpenkasperle gehört dem Bübchen und wird von ihm heiß und innig geliebt. Aber wie das mit manchem Spielzeug so ist, mit der Zeit wird es langweilig und die Kinder wenden sich neuen Dingen zu. So geschieht es auch dem Lumpenkasperle, und eines Tages findet er sich – lieblos aus dem Fenster geworfen – auf der Straße wieder. Ein paar Hunde setzen ihm zu, schließlich landet der kleine Kerl sogar in der Mülltonne. Und zu Hause? Da erkennt das Bübchen bald, dass es das Lumpenkasperle doch sehr vermisst! Ob die beiden einen Weg zueinander finden?

Mit: Uwe Friedrichs und Emma Telemann

17 Min.


Die zweite Geschichte dieses Hörbuchs handelt vom "Traumfresserchen", einem kleinen Wesen, das nichts lieber frisst als schlechte Träume. Das höchste Gut der Bewohner des Schlummerlandes ist nämlich der gute Schlaf. Wer den besten Schlaf aufweisen kann, wird sogar König des Landes. Doch manchmal gibt es auch Sorgen in diesem fernen Reich. So hat Prinzessin Schlaffittchen jeden Abend Angst vor dem Einschlafen. Und das liegt daran, dass sie des Nachts immer böse Träume hat. Bald weiß sich der König keinen Rat mehr und zieht hinaus in die Welt, um Hilfe für seine arme Tochter zu suchen. Doch niemand kann ihm helfen. Bis er sich eines Tages verirrt und eben jenes Wesen kennen lernt, dass von schlechten Träumen lebt.

Erzähler: Ilja Richter
König: Klaus Manchen
Traumfresserchen: Eva Weißenborn
Königin: Donata Höffer
Gesang: Sinja Bartzsch
Geige: Ivonne Fechner

23 Min.

Bemerkungen:

Mit dieser Produktion bringt der DAV zwei sehr gelungene Produktionen des mdr, wo man die die beiden Geschichten von Michael Ende sehr liebevoll umgesetzt hat, zu Gehör.

Die Geschichte vom Lumpenkasperle wird dabei eher als Erzählung angelegt, wobei man hier ein wiederkehrendes Hörspiel-Element einbaut, dessen zwar den älteren Hörer schnell überdrüssig werden, jüngere Ohren es aber durchaus toll finden könnten. Gerade für Letztgenannte ist "Das Lumpenkasperle" natürlich auch gedacht, und so wundert es nicht, dass diese Erzählung auch eine eher einfache Prämisse hat. Aber, wie diese schon sagt, es muss nicht immer das Tollste und Bunteste sein, manchmal hat man die einfachen Dinge viel lieber.

Eher im Hörspielgewand kommt "Das Traumfresserchen" daher. Ein Märchen, von einer Prinzessin, die bösen Träume plagen und die erst vom Titel gebenden Wesen beseitigt werden. In dieser schönen Geschichte gibt es auch wieder einen famosen Erzähler: Ilja Richter trägt dieses Märchen sehr anhörbar vor. Klaus Manchen überzeugt als König ebenso wie Eva Weißenborn als Traumfresserchen.

Zusammen mit der sehr stimmigen Musik von Franz Bartzsch wird diese Produktion zu einem sehr empfehlenswerten Hörspiel. Einzig die recht kurze Laufzeit, die zwar für jede Geschichte durchaus ausreichend ist, aber trotz Bonuslied noch die Hälft der CD ungenutzt lässt, könnte man hier als kleines Manko ansehen.
Meine Wertung: + + + +




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