Das kunstseidene Mädchen

nach dem gleichnamigen Roman von Irmgard Keun
Hörspielbearbeitung: Anne Gabrisch

Regie: Wolfgang Brunecker
Rundfunk der DDR 1975
51 Min.


Doris: Angelika Waller
Therese: Ruth Glöß
Tilli: Doris Abeßer
Frau Molle: Genia Lapuhs
Ernst: Christoph Engel
Karl: Wolfgang Ostberg
Junge: Hans-Edgar Stecher
Lippi Wiesel: Hans Oldenbürger
Schlappweißer: Fritz-Ernst Fechner


Doris, 18 Jahre und Tippfräulein in einer rechtsrheinischen Anwaltskanzlei - wir schreiben das Jahr 1931 - weiß eines sicher: "Ich werde ein Glanz", also das, was man heute "in" oder "hip" nennen würde. Berlin scheint dies zu garantieren. Doris durchläuft die klassischen "Traumstationen": Theater (Statistin), Film (Statistin), schließlich Bars, danach der Bahnhof... Die letzten Jahre der Weimarer Republik bilden den Hintergrund eines "Karrieremärchens", wie es fadenscheiniger nicht sein kann.

Irmgard Keun, 1910 – 1982, wurde zunächst Stenotypistin, besuchte eine Schau-spielschule und wurde schließlich freie Schriftstellerin, aufderen satirisches Talent zuerst Kurt Tucholsky aufmerksam wurde. Sie emigrierte 1935 nach Belgien und Holland, kehrte aber 1940 unter falschem Namen nach Deutschland zurück. Nach dem Krieg arbeiete sie als Journalistin, konnte als Literatin jedoch nicht wieder Fuss fassen.


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