Das Phantom vom Dom

von Karlheinz Koinegg
Regie: Klaus-Dieter Pittrich
WDR 1998
50 Min.


Erzähler: Gerrit Schmidt-Foß
Jannek Jablonski: Raphael Alexander Meuther
Onkel Franusch: Werner Eichhorn
Mirella Manzoni: Selina Wallersheim
Mama Manzoni: Maria Gabriella Kuhn-Bendinelli
Frl. Rosenstock: Eva Garg
Alf Schwarz: Max Krahé
Kalli Schwarz: Felix Krahé
Clavius: Matthias Ponnier
Limo: Josef Quadflieg
Brösel: Heinz Baumeister
St. Christopherus: Peter Mustafa-Daniels
Direktor: Rudolf Spade
Kind/Mutter: Gisela Claudius
Mann: Konrad Domann
Frau: Rotraut Rieger
Nachrichtensprecher + Wecker: Bernd Reheuser
 

Als Jannek eines Nachts versehentlich im Kölner Dom eingeschlossen wird, erwachen all die steinernen Wesen der weltberühmten Kathedrale plötzlich zum Leben. Staunend betritt Jannek eine verzauberte Welt: schlafende Könige, echte Heilige, ein Zauberwald – und hinterlistige Dämonen, die natürlich nur Janneks Bestes wollen: seinen Schatten. Wird es Jannek gelingen, die Finsterlinge zu überlisten?
Schafft er es, das Gold der Heiligen Drei Könige zu stehlen? Gibt es einen Weg ins Reich der Toten und zurück? Und wer ist dieses gruselige Phantom, das die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt? Fast ginge alles furchtbar schief ... wenn da nicht Mirella Manzoni wäre, die sich in den Kopf gesetzt hat, ihren Freund Jannek zu retten – auch, wenn sie dazu die Hilfe eines ziemlich angeschlagenen Engels braucht.

Karlheinz Koinegg, geboren 1960 am Niederrhein, hat für den wdr viele Kinderhörspiele geschrieben, darunter „König Artus und die Ritter der Tafelrunde“ (2005), „Jesus und die Mühlen von Cölln“ (2006) und „Johanna von Orléans“ aus der Reihe „Heldinnen der Weltgeschichte“ (2009). Für seine Bearbeitung von Tahar Ben Jellouns „Papa, was ist der Islam?“ erhielt er 2004 den civis Preis der ard.


Bemerkungen:

Karlheinz Koinegg hat bereits mehrfach bewiesen, dass er ein erstklassiger Autor für Kinderhörspiele ist. Immer wieder behandeln seine hörenswerte Werke biblische Figuren. Auch im "Phantom vom Dom" tauchen wieder zumindest einige davon  auf. Sie helfen Jannek im Kampf gegen ein paar fiese Dämonen und ein paar ähnlich "nette" Klassenkameraden, wenn auch die menschliche Hilfe hier dann doch letztlich den Ausschlag gibt. "Das Phantom im Dom" ist ein richtig spannendes Abenteuer, das leider viel zu schnell vorbei geht. Einzig gestört hat mich nur die Figur des Onkel Franusch, bzw. die von ihm  vertretenen Wertvorstellung. Das war mir für ein Kinderhörspiel eine Spur zu extrem - zum Glück war es nur eine Erscheinung am Rande.

Die Umsetzung ist gut gelungen. Ein gewohnt gutes Sprecherensemble agiert hier, in dem bei mir vor allem die beiden sympathischen Sprecher von Jannek und Mirella, Raphael Alexander Meuther und Selina Wallersheim, einen sehr guten und nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. Technisch mögen zwar einige alte Hasen besser gewesen sein, prägender waren aber diese beiden Jungstars.


Ein schönes Hörspielabenteuer von Altmeister Koinegg, das für 50 Minuten spannende und originelle Unterhaltung sorgt.  
 
 
Meine Wertung: + + + +
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