| Das Schiff Esperanza
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Autor: |
Fred von Hoerschelmann |
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Produktion: |
NWDR Hamburg 1953 |
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Regie: |
Otto Kurth |
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Musik: |
Siegfried Franz |
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Länge: |
85 Min. |
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Mitwirkende: |
Kapitän Grove - Karl Kuhlmann
Axel, sein Sohn - Wolfgang Kieling
Bengtson - Richard Münch
Krucha - Kurt Jung
Podbiak - Herbert A. E. Böhme
Matrose - Joseph Dahmen
Matrose - Rudolf Fenner
Matrose - Erich Weiher
Megerlin - Joseph Offenbach
Edna - Jutta Friedrich
u.a.
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Inhalt: |
Das Schiff mit dem Namen „Esperanza“ nimmt auf jeder Fahrt
von Europa nach Amerika einige illegale Auswanderer mit, die aber
niemals im Bestimmungshafen ankommen, von denen man nie wieder etwas
hört. Der Sohn des Kapitäns, der seinen Vater seit 13 Jahren
sucht, mustert als Leichtmatrose auf der „Esperanza“ an und
erlebt, was mit den Auswanderern geschieht. Der gewissenlose
Kapitän lässt die blinden Passagiere aus Gewinnsucht auf
einer Sandinsel aussetzen, die bei Flut immer vom Meer
überspült wird. Er ahnt nicht, dass sein eigener Sohn
beschließt, das Schicksal der Auswanderer zu teilen.
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Bemerkungen:
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Heerscharen von Schülern dürfte dieser
Klassiker des Hörspiels bereits begegnet sein, und vielen davon -
so auch mir - wird diese Geschichte eher ungute Erinnerungen wecken, da
man sich früher mehr damit auseinandersetzen musste, als durfte.
Die negative Einstellung ist aber unangebracht, denn dieses Hörspiel ist nicht umsonst ein oft thematisierter Klassiker.
Die Geschichte um den Kapitän Grove, den Glück oder
Unglück der Menschen um ihn herum nicht interessiert, bis er in
die Situation kommt, persönlich betroffen zu sein, es dann aber zu
spät ist, um noch zu handeln, zeigt die Abgründe der
menschlichen Seele aufs Vortrefflichste. Es steht für mehr als nur
die heute noch übliche Praxis der
Ausbeutung Hilfsbedürftiger, die nichts mehr haben als ihre
"Esperanza", ihre Hoffnung.
Das Stück ist zwar sehr zurückhaltend inszeniert, dennoch
gelingt es eine stets bedrohliche und düstere Stimmung zu
transportieren. Diese bedingt sich insebesondere aus den gut gespielten
Szenen, bei denen vor allem Karl Kuhlmann, Richard Münch und der
junge Wolfgang Kieling Akzente setzen.
Ein noch immer hochaktuelles Stück, in einer exzellenten
Schauspielerischen Umsetzung. Das sollte man (nochmal) gehört
haben!
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