| Das
Schweigen |
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Autor: |
Jan Costin Wagner |
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Produktion: |
WDR 2008 |
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Regie: |
Martin
Zylka |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Timo Korvensuo:
Ulrich Noethen
Marjatta Korvensuo: Susanne Lothar

Susanne Lothar und Ulrich Noethen als Marjatta und Timo Korvensuo; Bild: WDR/Anneck
Aku Korvensuo: Luca Kämmer
Elina Lehtinen: Marlen Diekhoff
Pärssinen: Vadim Glowna
Arvi:
Götz Argus
Sinikka
Vehkasalo: Céline Vogt
Ruth Vehkasalo: Frauke Poolman
Kalevi Vehkasalo: Jens Wawrczeck
Ketola/Ermittlungsbeamter: Horst Mendroch
Moderatorin: Anna Bergman
Nachrichtensprecher: Martin Bross
Junge am See: Dustin Semmelrogge
Pekka: Robert Selbach
Polizeibeamter: Gregor Höppner
Junge auf der Schaukel: Oskar Köppen
Sarasvuo: Jürg Löw |
Inhalt: |
Kehrt
ein Täter immer an den Tatort zurück? Um das gleiche
Verbrechen noch einmal zu
begehen? Am 8. Juni 2007 verschwindet in der finnischen Stadt Turku ein
13-jähriges Mädchen. Zurück bleiben ihr
Fahrrad, ihre Tasche und eine Blutspur.
Genau wie 33 Jahre zuvor, als an eben derselben Stelle ein
Mädchen vergewaltigt
und ermordet worden war. Ihre Leiche wurde erst Monate später
gefunden. Den
Mörder fand man nie. Die Wiederholungstat erschüttert
ganz Finnland und hält
die Polizei Turkus in Atem. Vergeblich versuchen die Ermittler, eine
Verbindung
zwischen den beiden Mädchen zu entdecken.
Ein
solches Bindeglied sucht auch einer der beiden damaligen
Täter, dem seine
längst vergessen geglaubte Schuld durch das neue Verbrechen
wieder quälend ins
Bewusstsein tritt. Er beginnt seinen Mittäter zu belauern,
zieht immer engere
Kreise um den Tatort. Während die Polizei mit den Ermittlungen
in dem
gegenwärtigen Fall beschäftigt ist, versucht er
verzweifelt, die Geister aus
der Vergangenheit, die sich in die Gegenwart drängen, im Zaum
zu halten.
Jan
Costin Wagner, 1972 geboren, lebt als freier Autor bei Frankfurt und in
Finnland, dem Heimatland seiner Frau. Für seinen
Debütroman „Nachtfahrt“
erhielt er 2002 den Marlowe-Preis für den besten Thriller.
Sein zweiter Roman
„Eismond“ (2005) brachte ihm auch den
internationalen Durchbruch.
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Bemerkungen:
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Mit einem sehr originellen Geschichte konfrotiert
Jan
Costin Wagner hier den Hörer. Dabei lässt er in seine
Geschichte viel skandinavisches Flair mit einfließen, nicht
nur
was das Setting betrifft, sondern auch insbesondere in der
Charakterisierung der Figuren. Dabei ist er angenehm weit davon
entfernt, ein Genreplagiat zu erstellen, sondern es gelingt ihm, hier
eine sehr eigene Nische zu prägen.
Obwohl dem Hörer am Anfang die Tat von vor dreißig
Jahren
offenbart wird, schafft es Wagner, aus den restlichen offenen
Geheimnissen eine spannende, hintergründige und letztlich auch
bitterböse Geschichte zu formen.
Auch bei der Umsetzung gelingt es dem Team um Martin Zylka zu
überzeugen. Die Produktion klingt sehr authentisch, was neben
der
guten Soundkulisse vor allem dem toll agierenden Cast geschuldet ist.
Sehr überzeugend agiert hier insbesondere Ulrich Noethen, der
sich
als Glücksfall für die Hauptrolle erweist. Auch der
Rest der
imposanten Sprecherliste wird den Anforderungen mehr als gerecht.
Wer skandinavische Thriller mag, der sollte bei "Das Schweigen"
unbedingt mal ein Ohr riskieren. Eine andere, aber sehr originelle und
packende Facette des Genres. Die Romanvorlage belegte den dritten Platz
beim Deutschen Krimipreis des Jahre 2008.
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