| Das singende, springende Löweneckerchen Nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm Komposition: Herwart Höpfner Regie: Uwe Haacke Rundfunk der DDR 1980 41 Min. Hanna: Blanche Kommerell Prinz: Hans Oldenbürger Vater: Christoph Engel Bettina: Evelyn Opoczynski Christine: Marina Erdmann Karl: Joachim Dittmann Aust: Friederike Aust sowie Georg Helge, Ingeborg Medschinski, Günter Polensen, Lothar Dimke, Hans-Joachim Hanisch, Hans-Georg Thies Es war einmal ein Vater, der hatte drei Töchter. Als er zur Messe fuhr, baten ihn die beiden älteren, Kleider und Schuhe nach der letzten Mode für sie mitzubringen. Die jüngste, Hanna, aber wünschte sich einen kleinen Vogel, ein singendes springendes Löweneckerchen. So sehr sich der Vater auch umschaute - so ein Tier konnte man nirgends kaufen. Er war schon auf dem Heimweg, da hörte und sah er ein singendes, springendes Löweneckerchen in einem Park hinter einem großen Tor. Er versucht es zu fangen. Plötzlich bedroht ihn ein schrecklicher Löwe; der das Vögelchen bewacht. Der Vater steht Todesängste, aus, aber der Löwe sagt: "Du kannst dich retten, wenn du mir das erste lebendige Wesen versprichst, das dir zu Hause begegnet." Der Vater verspricht es und 'hofft, es werde ihm zu Hause als erstes eine Mücke oder eine Maus begegnen'. Als er aber nach Hause kommt, begegnet ihm zuerst Hanna. Während die Schwestern raten, den Löwen zu täuschen, fasst sich Hanna ein Herz und geht, um den Vater zu retten, in den Park hinter dem Tor... Bemerkungen: "Das singende, springende Löweneckerchen" ist ein interessantes, weil doch eher ungewöhnliches Märchen. Gerade im gewohnten Kanon der Grimms wirkt es etwas moderner, da es anders aufgebaut ist, als das Gros der doch eher klar strukturierten Hausmärchen. Nach dem Auftakt, bei dem der Vater seine Tochter durch einen Pakt verliert, beginnt die eigentliche Geschichte, in der Hanna sich in den Löwen, der in Wahrheit ein verwunschener Prinz ist, verliebt und ihm auf Gedeih und Verderb folgt. Sogar als er nochmal verwunschen wird und sieben Jahre als Taube fristen muss, folgt sie ihm auf Schritt und Tritt. Sie verliert seine Spur und muss ihn schließlich aus den Klauen einer bösen Prinzessin befreien. Das ist eine sehr kurzweilige Geschichte, die zwar sehr einfach umgesetzt ist, dafür aber mit guten Schauspielern versehen, zu Gehör gebracht wird. Das einzige Problem ist ein kleiner moralischer Fauxpas, der hier ohne Not eine unschöne Macke in die Geschichte macht. Als Hanna einen verzauberten Sattel stiehlt, um über einen unbezwingbaren Berg zu kommen, wird das recht einfach abgetan - Der Zweck heiligt die Mittel. Das ist nicht nur unschön, sondern auch vollkommen überflüssig und hätte gerne bei der Übernahme aus der Vorlage unberücksichtig bleiben können. Meine Wertung: + |
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