| Das Testament des Lindenblüten-Theodor Badisches Hörspiel von Hermann Ebeling Obergernding: Ein Dorf, wie es die Heimatkundler gern haben. Da gibt es noch Bauern, die bis zum Stiefelrand im Heimatboden verwurzelt sind, einen Hauch von Industrie, drei Fernsehprogramme, und die Sonne scheint auf Gerechte und Ungerechte – und Zugereiste. Große Bedeutung hat die Frage, ob die Höflin-Anna nun den einen oder den anderen heiraten wird. Die eigentliche Hauptperson ist aber der vor kurzem verblichene Lindenblüten-Theodor, den die Dorfbewohner auf seinem letzten Weg begleiten und zu dessen öffentlicher Testamentsverlesung – so wollte es der Theodor – sie anderntags in den Grünen Ochsen strömen. Und dieses Testament bringt das ganze Dorf in Aufruhr. In Aufruhr sind aber auch der Regisseur, die Techniker und die Sprecher, die immer wieder aus der Rolle fallen. Und so ist das Hörspiel nicht nur ein Heimatspiel im Volkston, sondern auch eine Mediensatire, die den Prozess des Inszenierens für den Hörer hörbar macht. Hermann Ebeling geboren 1935 in Essen, lebt in Wissembourg im Elsass und arbeitet seit mehr als vier Jahrzehnten als freier Autor für den Rundfunk. Neben zahlreichen Hörspielen hat er literarische Feuilletons, historisch-politische Features, Satiren und Bücher verfasst. Regie: Andreas Weber-Schäfer Produktion: SDR Karlsruhe 1974 |
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