| Marianne Weil Dem (d)eutschen (V)olke Regie: Marianne Weil u. Stefan Dutt Ton: Werner Klein, Ulrich Speicher u. Barbara Burlefinger SR/SFB 1995 60 Min. Mit: Marianne Weil und viele bekannte und unbekannte Menschen im Radio zu beiden Seiten der Berliner Grenze Wie sah die Geschichte der beiden deutschen Staaten in den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg aus? Oder besser, wie hörte sie sich an? Das Volk, das gemeinsam den Krieg verloren hatte, spaltete sich, und es entstanden gegnerische Systeme als Musterschüler verfeindeter Ideologien. Marianne Weil ist 1995 in das akustische Labyrinth der Rundfunkarchive abgetaucht und hat recherchiert, was in der Zeit von der Gründung der beiden Republiken bis zum Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 hüben und drüben in den Sendern zu hören war - dem Ostradio und dem Westradio. Öde, stundenlange Reden, wunderbare Stimmen, Szenen, Reportagen. In Berlin gab es die meisten davon. In Berlin befand sich auch die Inschrift, die dem Stück den Titel gab: „Dem eutschen olke“ stand noch lange nach 1945 auf dem beschädigten Reichstag. Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren, Studium u.a. der Literaturwissenschaft in Marburg und Berlin, wo sie seit 1969 lebt. Rundfunkarbeiten über Literatur und Kabarett, u.a. „Keine Mündigkeit vorschützen“ (SR 99), „Das Märchen von der Wiedervereinigung noch einmal im Originalton erzählt von Konrad Adenauer“ (DLR/RB 99), „DDR: Innen und Außen - ein sozialistisches Gesamthörspiel“ (DLR 02), „Der Hund war nicht geplant! - Ein Politkrimi aus den 50er Jahren“ (DLR 06). |
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