| ... denn was ist überhaupt der Sinn dieses ...? |
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Autor: |
Jürgen Palmtag |
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Produktion: |
SWR 2008 |
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Regie: |
Jürgen Palmtag und Emmerich Györy |
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Musik: |
Jürgen Palmtag und Emmerich Györy |
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Länge: |
43 Min. |
Mitwirkende: |
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Inhalt: |
„Das Uneindeutige der offenen Form, Reiz/bzw. Gefahr der
Abschweifung, Raum für Zufall und Störung – all dies
beinhaltet die Arbeit an einem live-improvisierten
Hörstück/Soundscape. Die spielenden Protagonisten
verfügen weder über dramaturgische Aufzeichnungen, noch
über Partituren/Manuskripte etc. – Einzige Basis sind
regelmäßige Proben und die daraus resultierende relative
Kenntnis der spielerischen Möglichkeiten der Musiker untereinander
und des zusätzlich zum Einsatz kommenden vorbereiteten
Klangmaterials. Aus dieser Vorgehensweise resultieren Klanggebilde, die
schwer einzuordnen sind; doch die Frage, ob das eher Musik,
Geräuschorganisation oder sonst was ist, stellt sich für den
Hörer aufgrund des assoziativen Potentials erst in zweiter Linie.
Wichtig sind Stimm-/Sprach-/Gesangs-Anteile, nicht im Dienst des direkt
Verständlichen/Erzählerischen, sondern als gleichrangige
zusätzliche Klangfarbe – man meint etwas zu verstehen
– und verwischte Klänge interessieren - mich sowieso
...“ (Jürgen Palmtag)
Jürgen Palmtag, geboren 1951 in Schwenningen/Neckar, studierte Kunst an
der HdK Berlin, lebt heute in Schörzingen/Zollernalb und arbeitet als
Bildender Künstler und Musiker. Seit 1998 Zusammenarbeit mit Emmerich
Györy (Duo Györy/Palmtag) im Bereich experimentelle Musik
(analog/digital), Konzerte, Projektionen, Soundscapes, Videos.
Märkisches Stipendium (bildende Kunst), Stipendium der Kunststiftung
Baden-Württemberg, Felix Hollenberg-Preis, Lehrauftrag an der
Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, Stipendium Cité
Internationale des Arts/Paris, Hörspielpreis Premiere im Netz 2007 für
„Sondern Saundern Anders“. „ ... denn was ist überhaupt der Sinn dieses
...?“ entstand im Rahmen des Produktionsstipendiums, das mit diesem
Preis verbunden ist.
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Bemerkungen: |
0' 00'
Mit Spannung erwarte ich ein interessantes Hörstück -
immerhin hat dieses Projekt den Wettbewerb "Premiere im Netz" 2007
für sich entscheiden können.
3' 15''
Die Spannung legt sich, die Verwunderung steigt.
7' 44''
Die Verwunderung hat sich zurückgezogen, um der Irritation Platz zu machen.
12' 44''
Der Ärger, bereits mehr als 12 Minuten zugehört zu haben, steigt.
15' 11''
Aus, aus... der Player ist auuuuus!
Es muss schon was geboten werden, damit ich eine Produktion - zumal sie
ja eigentlich mit 43 Minuten ja auch recht kurz ist - vorzeitig
abbreche und auch nicht den Gedanken hege, dem Ganzen noch eine zweite
Chance zu geben.
Sicherlich erwarte ich auf einem Radiokunstsendeplatz schon etwas
Experimentelles - aber wenn das Experiment nur aus der Anhäufung
von - zum Teil ohrenbetäubenden - Klängen besteht, dann ist
mir das dann doch deutlich zu wenig. Kunst darf schon etwas mehr sein,
als einen bloßen Soundbrei möglichst konzeptfrei
anzurühren.
Da hilft auch keine hochtrabend klingende Inhaltserklärung
wirklich weiter - zumal ein Hörstück ja auch für sich
alleine stehen sollte.
Das Einzige, was hier wirklich passt, ist der Titel.
Vermutlich gibt es auch für solche Projekte genügend Fans.
Ich werde da vermutlich nie dazu gehören und ich nehme mir einfach
mal die Frechheit heraus, zu sagen: Wenn das Kunst ist, bin ich gerne
Banause. |
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