| Der arme Heinrich Ein Hörspiel von Thomas Fritz nach Hartmann von Aue. Regie: Joachim Staritz DLR 1994 50 Min. Mit Axel Wandtke (Heinrich), Susann Thiede (Elisa), Eric S. Klein (Bauer), Heide Kipp (Bäuerin), Hans W. Hamacher (Dr. Garcia), Horst Lebinsky (Fernando), Eckehard Hahn (Eseban), Klaus Bieligk (Basilius), Katrin Klein (Dame in Schwarz), Eberhard Esche (Sprecher) Heinrich, ein lebensfroher Ritter und glänzender Mittelpunkt höfischer Gesellschaft wird über Nacht vom Aussatz befallen. Er erfährt, dass er unheilbar krank ist und nur der Opfertod eines unschuldigen Mädchens ihn retten könnte. Die Tochter des Bauern, bei dem er in einem Stall Unterschlupf gefunden hat, will ihm ihr Leben schenken. Als der Ritter sein fürchterliches Schicksal annimmt, und das Opfer des liebenden Mädchens zurückweist, wird er wieder gesund. Er heiratet das Mädchen und wird vollkommenen Glückes teilhaftig. Hartmann von Aue († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt als einer der bedeutendsten Epiker der sogenannten mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Er steht am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen «Erec», «Gregorius oder Der gute Sünder», «Der arme Heinrich», «Iwein», ein unter dem Namen «Klagebüchlein» bekanntes allegorisches Streitgespräch sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert. |
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