| Der arme Heinrich |
| |
Autor: |
Hartmann von Aue |
| |
Produktion: |
SWR 2005 |
| |
Bearbeitung: |
Hans Gerd Krogmann |
|
Regie: |
Hans Gerd Krogmann |
| |
Länge: |
55 Min. |
Mitwirkende: |
NN
|
Inhalt: |
Die Geschichte vom armen Heinrich handelt von
nichts Geringerem als dem Umgang mit dem tod und der Verantwortung dem
Leben gegenüber: Der junge Heinrich, ein ebenso tugendhafter wie
reicher Freiherr im Schwabenland, verkörpert alle ritterlichen
Tugenden. Doch ein göttlicher Eingriff stürzt Heinrich aus
seinem
idealen Leben: Er wird von einem Aussatz befallen und seine Umwelt
wendet sich von ihm ab. Der Edelmann will sich jedoch nicht mit seinem
Schicksal abfinden und sucht Ärzte auf, doch keiner von ihnen kann
ihm helfen. In der berühmten Schule von Salerno erfährt er
von einem einzigen, unmöglichen Heilmittel: Das Herzblut einer
Jungfrau, die sich freiwillig für ihn opfert.
Hartmann von Aue
geboren um 1170 im alemannischen Raum, möglicherweise im Herzogtum
Schwaben, gestorben um 1210, war einer der bedeutendsten Epiker des
Mittelalters. Trotz seiner Zugehörigkeit zu den unfreien
Dienstleuten, den Ministerialen, nahm er eine Zwischenposition zwischen
Laienwelt und der gebildeten Schicht der Geistlichen ein. Sein
lyrisches Werk fällt in seine dichterische
Frühzeit zwischen 1180 und 1190. Seine bedeutensten Werke sind die
Epen „Iwein“ und „Erec“. Erec ist
der erste Roman deutscher Sprache, der sich um die Artussage rankt.
Durch seine klare Sprache, gepaart mit unterschwelliger Kritik,
avancierte von Aue zum Vorbild für viele Dichter seiner Zeit.
|
|
|
|