Der Brief - Mektup
  Autor: Ayla Kapan
  Produktion: WDR 2008
  Regie: Burkhard Ax
  Länge: 54 Min.
 

Mitwirkende:

Barbara Ratthey, Wolfgang Condrus, Mehmet Merih Yilmaz u.a.

Inhalt:

Frau Nazli lebt alleine als pensionierte Literaturlehrerin in der Großstadt. Suat, ihr einziger Sohn, ist bei einem Arbeitsunfall in Sibirien als Bau­ingenieur ums Leben gekommen. Doch Nazli Hanim kann den Tod ihres Sohnes nicht verkraften. Sie schreibt ihm regelmäßig Briefe, in dem festen Glauben, dass er eines Tages zurückkommt. Die einzigen Personen, zu denen Nazli Hanim Kontakt hat, sind der Hausmeister und seine Frau. Beide wissen um Frau Nazlis Traumwelt und machen das „Spiel“ mit. Der Haus­meister lässt Frau Nazli im Glauben, dass er ihre Briefe zur Post bringt und sammelt sie bei sich zuhause. Als der junge Günay, ein weiterer Mitbe­wohner des Mehrfamilienhauses, von der tragisch-traurigen Geschichte erfährt, fühlt er sich zur Hilfe verpflichtet und beschließt, auf sehr unge­wöhnliche Weise zu handeln.

Bemerkungen:

In der Reihe "Guten Tag, Türkei" sendet der WDR das Hörspiel "Der Brief" als deutsche Fassung von "Mektup" von Ayla Kapan. Das Hörspiel hat mir persönlich noch einen bedeutenden Tick besser gefallen, als das Gewinner-Hörspiel des Wettbewerbes "Gastspiele". Das liegt vor allem an der sehr einfühlsamen und tief bewegenden Geschichte, die Burkhard Ax mit sehr viel Fingerspitzengefühl inszeniert hat.

Herausragend ist hier die Leistung Barbara Rattheys, sie beeindruckt in der Rolle der Mutter, und lässt hier jede Emotion im Spiel glaubhaft hörbar werden. Für mich eine der besten sprecherischen Leistungen des Jahres.

Die Produktion fesselt und bewegt, letztlich kann man sie - allein schon aufgrund der Leistung Barbara Rattheys - jedem ans Herz legen.
Meine Wertung: + + + +
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