Der
Demokratie die Krone aufsetzen
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Autor: |
Bob
Konrad und Rainer Remmel |
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Produktion: |
Raumstation
für den rbb 2008 |
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Regie: |
Bob Konrad und
Rainer Remmel |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Axel
Wandtke, Marion Nawrath, Jonas Littauer, Michael Wolf, Regina Fabian
u.a. |
Inhalt: |
Es ist etwas faul im Staate: 74 % der
Bevölkerung sind unzufrieden
mit der Arbeit der Regierung, 82 % glauben, dass die Politik keine
Rücksicht auf die Interessen der Bevölkerung nimmt,
95 % sind
unzufrieden mit dem Funktionieren des politischen Systems und 51 % sind
der Meinung, dass die Demokratie nicht das beste politische System
für Deutschland ist. Unsere Demokratie, so scheint es, ist ein
Auslaufmodell. Was aber ist besser? Rudolph Ferdinand Prinz von
Preußen kennt die Antwort und will Deutschland heilen: mit
der
Einführung einer konstitutionellen Monarchie.
Eine Journalistin begleitet den Adeligen 14 Tage durch unser Land und
muss feststellen, dass dem Prinzen die Herzen der Deutschen zufliegen.
Der monarchistische Virus hat das Volk, aber auch seine Denker und
Lenker erfasst.
„Der Demokratie die Krone aufsetzen“ stellt die
Medienkompetenz der Hörer augenzwinkernd auf die Probe.
Raumstation ist ein Berliner Autorenbüro, das seit 15 Jahren
neue
Formate und Geschichten für Radio, Fernsehen und Internet
entwickelt und produziert. Hörspiele, u. a.
„Schnittmuster
der Liebe“ (WDR 03, Hörspiel des Monats). Bob Konrad
schreibt außerdem Drehbücher für Fernsehen
und Kino.
Rainer Remmel ist Synchronautor, Werbetexter
und Übersetzer.
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Bemerkungen:
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In "Der Demokratie die Krone aufsetzen" kommt
dem Hörer eine interessante Reportage zu Ohren, die mit
einfachen Mitteln den etwas abstrusen Gedanken einer Monarchie in
Deutschland näher bringt. Man spielt gekonnt die
Stammtischkarte "Starker Mann statt schwacher Demokratie" aus und
schafft mit clever gesetzten Meinungen und Statements die abwegige Idee
in den Dunstkreis des Möglichen.
Die originelle Idee und die eingestreuten guten Details sorgen
für besten Hörspaß. Einige Parallelen zu
"Schtonk" dürften sich nicht von der Hand weisen lassen,
wenngleich das Stilmittel der Erzählung ein anderes ist.
Die Sprecher agieren gut, weil sie allesamt ihre Rollen sehr
authentisch transportieren können. Man hat hier zu keiner Zeit
vom formalen Aspekt den Eindruck, dass man hier an der Nase herum
geführt wird.
Ein originelles Format, eine kurzweilige und hintergründige
Geschichte, eine ansprechende Umsetzung, kurz und gut: ein
hörenswertes Hörstück. Ohren auf!
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