Der Dichter
    
Von Andreas F.J. Lechner

Roberta - Sarah Camp
Joseph - Wolfgang Büttner
Weiss Ferdl - Max Griesser
Vorsitzender - Robert Naegele
Ankläger/Staatsanwalt - Joachim Höppner
Rechtsanwalt - Hans Reinhard Müller

Regie: Jörn van Dyck
BR 1989
 
 
Joseph, ein von Geburt an spastisch Gelähmter, der aus einer kinderreichen, sozialdemokratischen Arbeiterfamilie stammt, schildert seiner Gefährtin Roberta unsentimental sein trauriges, aber keineswegs unsensibel geführtes Leben. Geboren 1917, wird er von den Eltern schon als Kind in das Krankenheim Schönbrunn bei Dachau gebracht, wo er das Korbflechten lernt. Als die Nazis auch dort mit ihrem Euthanasieprogramm beginnen, holen ihn die Eltern heim. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebt Joseph zuerst in einem evangelischen Gesellenhaus, später privat in Schwabing und von der Fürsorge. - Schon früh liest er viel und verfasst selbst eigenwillige Gedichte. Jetzt an seinem Lebensabend besieht er sich seine Heimat München, die unbekannten Menschen und prominenten Zeitgenossen, denen er hier begegnete, und zieht auf scharfsinnige Weise sein Lebensresümee.
 


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