| Der dritte Hammerschlag ein Hörspiel von Karl-Heinz Blomann Regie: Karl-Heinz Blomann WDR 2006 51 Minuten Mit Eckart Waage, Nick Bardach, Uri Caine, Chris Mann, Fredi Müller Genannt wurde sie die "Tragische", die "Klassische", die "Autobiographische", die "Eigentliche", die "Prophetische" und die "Böse". Gemeint war Gustav Mahlers 6. Symphonie - die Symphonie mit den Hammerschlägen. Aber ist die 6. Symphonie von Gustav Mahler (7. Juli 1860 - 18. Mai 1911) wirklich eine "monumentale Studie über die eigene Vergeblichkeit", die im dritten und nachträglich getilgten Hammerschlag kulminiert? Das Hörstück begibt sich zwischen die Kommentare und Deutungen. Sie schwanken zwischen Pathos, Aberglaube und Kritik. Sind die Hammerschläge des Finalsatzes, deren Klang selbst Mahler nicht genau umschreiben und realisieren konnte, wirklich der Klang des eigenen Todes? Stecken hinter der Zahl der Hammerschläge, die Mahler mehrfach revidierte, kabbalistische Zahlencodes, oder sind sie banales Effektwerk, wie die zeitgenössische Kritik meinte? Die Hörcollage dokumentiert neben der theoretischen Annäherung auch eine praktische Suche nach dem "wahren Klang" des Hammerschlags. Internationale Klangkünstler experimentierten 2005 während des Essener Festivals "open systems" mit der Bauanleitung für das seinerzeit erfolglos geprobte "Hammerschlag-Instrument". Der Autor Karl-Heinz Blomann, geboren 1955 in Wanne-Eickel, ist seit 1973 tätig als Autor, Komponist, Musiker, Produzent und als Veranstalter von Konzerten, Symposien sowie Workshops zu Themen aus Kunst, Technik und Multimedia. Internationale Tourneen durch Südamerika und Europa. Er schrieb Theater- und Filmmusiken, Hörspiele wie "ohne Worte" (2003). |
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