| Der Dschinn aus dem Ring von Cornelia Neudert Musik: Lars Kurz Regie: Bernhard Jugel BR 2010 21 Min. Dschinn: Christian Baumann Mädchen: Luisa Nöllke Mutter: Annette Wunsch Regisseur: Bernhard Jugel Passanten: Gudrun Skupin, Julia Franz, Kai Frohner, Andreas Wutz, Yvonne Hummel Wer einen Dschinn hat, kann sich glücklich schätzen; denn normalerweise erfüllt dieser seinem Meister jede Menge Wünsche. Auch Luisa kann es kaum fassen: In ihrem Plastikring, den sie gerade aus dem Kaugummi-Automaten gezogen hat, wohnt tatsächlich ein echter Dschinn. Damit könnte eigentlich ein wunderbares Leben für Luisa beginnen. Ihr dienstbarer Geist allerdings hat es faustdick hinter den Ohren, er verfolgt ganz eigene Pläne. Das Stück erhielt 2010 den Deutschen Kinderhörspielpreis. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 13. November im Rahmen der ARD Hörspieltage im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe vergeben. Aus der Begründung der Jury, bestehend aus Frank Olbert (Vorsitz), Karin Lorenz, Dr. Eva- Maria Lenz, Hermann Schulz und Kerstin Behrens: “Mit großer Spielfreude und Sprachwitz entfaltet das Hörspiel die turbulente Beziehung zwischen dem Geist aus dem Automaten und seiner neuen Besitzerin. Cornelia Neudert gelingt es dabei, auf kindgemäße Weise, das Medium Radio selbst mit einzubeziehen und nicht zuletzt durch witzige Songs ein Originalhörspiel von hohem Unterhaltungswert zu schaffen.” Bemerkungen: Von diesem Hörspiel bekam ich erstmals aufgrund der Verleihung des Kinderhörspielpreises 2010 etwas mit. Ungewöhnlich, dass so eine kurze Produktion die stets starke Konkurrenz, in der sich Produktionen wie "Klaras Kiste" oder "Tom Sawyer" tummelten, hinter sich lassen konnte. Natürlich waren nun meine Erwartungen entsprechend hoch und - man ahnt es bereits - sie wurden nicht erfüllt. Dabei ist dieses Hörspiel sehr unterhaltsam. Lustig und originell geht es zu - aber mehr als gute zwanzig Minuten nette Unterhaltung ist es halt eben auch nicht. Gut, man bindet das Radio selbst mit in den Plot mit ein - sowas ist, vielleicht nicht im Hörspiel, aber bei vielen Kinderradiosendungen Gang und Gäbe. Auch die Dschinn-Idee ist nicht neu, richtungsweisend ist die Idee insgesamt schon mal nicht. Die schauspielerischen Leistungen sind sehr stimmig, sorgen für ordentlich viel Tempo und auch der Gesang sorgt hier dafür, dass es sehr kurzweilig ist (alles andere wäre ja auch bei der immens kurzen Spielzeit eine Katastrophe). "Der Dschinn aus dem Ring" ist für sich genommen, ein nettes und empfehlenswertes Hörspiel. Die Vergabe des "Deutschen Kinderhörspielpreises 2010" gaukelt allerdings hier eine besondere Qualität vor, die das Stück - zumindest im Vergleich zur mitnominierten Konkurrenz - nicht hat. Meine Wertung: + + + |
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