Der dünne Mann
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Autor: |
Dashiell Hammett |
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Produktion: |
SWF / hr 1997 |
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Regie: |
Walter Adler |
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Länge: |
100 Min. |
Mitwirkende: |
Nick Charles: Martin Reinke
Nora Charles: Annette Paulmann
Herbert
Macaulay: Burghart Klaußner
Dorothy Wynant: Katharina Zapatka
Mimi
Jorgensen: Leslie Malton
Christian Jorgensen: Walter Adler
Clyde Miller
Wynant: Hermann Lause
John Guild: Felix von Manteuffel
Shep Morelli:
Martin Semmelrogge
Studsy Burke: Heinrich Giskes
Jim Brophy: Joachim
Jung
Arthur Nunheim/Albert Norman: Daniel Berger
Miriam: Yvonne
Devrient
Polizist Flint: Gerd Andresen
Sekretärin: Eva Derleder
Larry
Cowley: Wolfgang Höper
Harrison Quinn: Klaus Barner
Georgia Kelterman:
Nele Woydt
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Inhalt: |
Der Erfinder Clyde Wynant, der "Dünne Mann", ist
verschwunden, und die Leiche seiner Sekretärin und Geliebten wird,
von Kugeln durchlöchert, ermordet aufgefunden. Stehen diese
Geschehnisse in einem Zusammenhang? Wer ist der Mörder? Wynants
Tochter Dorothy, die demonstrativ mit einem Revolver herumläuft? -
Oder Aynants Frau, die die Tote gehasst hatte? - Wynants Rechtsanwalt,
Macaulay, erhält einen Brief von Wynant, und der beauftragt den
Detektiv Nick Charles, einen klugen, witzigen und gelegentlich
zynischen Mann, der sich durch das Verwirrspiel mit sicherem
Gespür bewegt.
"Der dünne Mann" wurde 1934 erstveröffentlicht und im
gleichen Jahr mit William Powell und Myrna Loy verfilmt. Erst 1952
erschien die erste deutsche Ausgabe.
Dashiell Hammett | (1894 - 1961), einer der Klassiker des
amerikanischen Detektivromans, war selbst jahrelang Detektiv, ehe er in
den zwanziger Jahren begann Krimis zu schreiben. Der
schriftstellerische Durchbruch gelang ihm 1929 mit "Rote Ernte". Es
folgten Weltbestseller wie "Der Malteserfalke" (1930) und "Der
dünne Mann" (1934).
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Bemerkungen:
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Mit "Der dünne Mann" gibt Dashiell Hammett eine
leicht andere Detektivfacette, als man es von ihm gewohnt ist. Sein Duo
"Nick und Nora Charles" heben sich deutlich von üblichen
hard-boiled-Klischee-Ermittlern ab, die Geschichte erinnert, ob dieser
Protagonisten eher an Durbridges "Paul Temple"-Krimis. Aber das
ist leider nur ein Vergleich im formalen. Der Plot an sich
überzeugt leider nicht ganz. Der Fall ist zwar interessant, hat
ein paar nette Wendungen und Geheimnisse, wirkt aber insgesamt ein
wenig bemüht und zu konstruiert.
Bei der Umsetzung hat man sich dem traditionellen Radiokrimi sehr gut
genähert. Die Produktion klingt von den Dialogen, bis zur
akustischen Ausgestaltung nach guter, alter Machart. Das ist insoweit
sehr lobenswert. Allerdings sorgt die Kombination von klassischer
Erzählweise und der etwas verbastelten Geschichte, dann leider
doch für etwas zu wenig Hörinteresse.
In der klassischen Kulisse agieren die Sprecher allerdings sehr
passend. Das Ensemble bringt jene Leichtigkeit mit, die in älteren
Produktionen auch oft hörbar ist. Gerade Martin Reinke und Annette
Paulmann sind gut aufeinander abgestimmt und erfüllen ihre Figuren
mit dem notwendigen Leben.
Dashiell Hammett zeigt eine andere Facette, die ich persönlich per
se schon mal sehr viel interessanter finde. Leider gestaltet sich der
Plot aber ein wenig spröde, so dass auch die sehr lobenswerte,
traditionelle Umsetzung hieraus keinen Knaller mehr zaubern kann.
So bleibt es letztlich ein durchschnittlicher Krimi in guter Machart.
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