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Autor: |
Eliot Pattison |
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Produktion: |
WDR 2003 |
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Regie: |
Walter Adler |
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Bearbeitung: |
Walter Adler |
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Länge: |
216 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Hans Peter Hallwachs
Shan Tao Yun: Sylvester Groth
Oberst Tan:
Hilmar Thate
Sergeant Feng: Paul Faßnacht
Yeshe Retang: Sebastian
Rudolph
Trinle: Hermann Lause
Choje Rinpoche: Ernst Jacobi
Dr. Sung:
Dörte Lyssewski
Rebecca Fowler: Leslie Malton
Li Aidang: Christoph
Eichhorn
Tyler Kincaid: Benjamin Völz
Direktor Wen: Philipp
Schepmann
Direktor Hu: Juan Carlos Lopez
Purba Narbengesicht: Ernst
Stötzner
Khampa: Peter Gavajda
Einauge: Hüseyin Michael Cirpici
Balti:
Daniel Berger
Jilin: Horst Mendroch
Gendun: Reinhard Schulat
Pemu:
Sigrid Burkholder
Merak: Ernst Alisch
Alte Frau: Elisabeth
Scherer
Harkog: Peter Harting
Jigme: Wolfram Koch
Khorda: Heinz
Walter
Tsomo: Davide Brizzi
Alter Khampa: Erwin Brunn
Priester: Hans
Schulze
Madame Ko: Kornelia Boje
Alte Frau 2: Evelyne Matzura
Major
Yang: Martin Skoda
Leutnant Chang: Alexander Khuon
Chinesischer Offizier:
Rainer Homann
Leiterin LKW: Doris Plenert
Amerikaner: Tyree Glenn jr.
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Inhalt: |
Tibet, Provinz Lhadrung, ein chinesisches Straflager in den Bergen des Himalaya:
Beim Straßenbau finden die Zwangsarbeiter eine Leiche, deren Kopf abgetrennt
wurde. Shan, der früher Generalinspektor des Wirtschaftsministeriums und für die
Aufklärung der spekta¬kulärsten Korruptionsfälle in Peking zuständig gewesen
war, bis er selbst als politischer Gefangener nach Lhadrung kam, wird von Oberst
Tan mit der Untersuchung des Falls beauftragt. Dann jedoch wird eine Höhle
entdeckt, in der in einem uralten buddhistischen Schrein mehrere hundert
vergoldete Schädel gelagert sind und der Kopf der Leiche, die nun endlich
identifiziert werden kann. Es handelt sich um Jao Xengding, den Polizeichef des
Bezirks Lhadrung. Ein Blutbad droht, denn die tiefgläubigen Tibeter weigern
sich, auf dem entweihten Berg weiter zu arbeiten, solange der Geist des Toten
nicht zur Ruhe gekommen ist. Für Shan drängt nun die Zeit, den Mörder zu finden.
Bald entdeckt er, daß Jao nicht der erste ermordete Funktionär des Bezirks ist.
Keiner der Tibeter glaubt, dass der von offizieller Seite als Mörder
präsentierte Mönch Sungpo etwas mit der Sache zu tun hat. Je weiter die
Ermittlungen dringen, desto rätselhafter wird der Fall. Hat der Mord an Jao
politische, wirtschaftliche oder religiöse Hintergründe? Was hat Tan zu
verbergen? Und welche Rolle spielen die amerikanische Wissenschaftlerin und
UNO-Mitarbeiterin Rebecca Fowler und ihr Assistent Kincaid? Fragen, die Shan vor
dem Hintergrund der uralten tibetischen Traditionen und des gespannten
chinesisch-tibetischen Beziehungsgeflechts klären muss.
Eliot Pattison
lebt zurückgezogen auf einer Farm in Oley, Pennsylvania. Er ist Firmen¬berater,
Journalist und Autor und veröffentlichte zunächst Aufsätze mit politischem und
wirtschaftlichem Schwerpunkt sowie Fachbücher über internationales Recht und
„Global Business“. Durch zahlreiche Reisen wurden China und Tibet zu seinen
Spezialgebieten. So erschien 1999 in den USA sein Debütroman "Der fremde
Tibeter", der sich zum absoluten Bestseller entwickelte und den größten
amerikanischen Krimipreis gewann, den Edgar Allan Poe Award.
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Bemerkungen: |
Eliot Pattinson entführt den Hörer ins Himalaya und lässt ihn an den
Ermittlungen zur Aufklärung eines Mordes teilhaben. In die Handlung dieses
Thrillers mischt er Systemkritik, mystische Elemente und eine ordentliche
Portion Action hinein und erzählt so eine packende Geschichte.
Leider
kann die Umsetzung des Stoffes, diese Spannung nur bedingt transportieren.
Walter Adlers umfassende Bearbeitung bremst die Geschichte ordentlich aus. Zu
ruhig, zu langatmig in vielen Bereichen, schafft es diese Produktion einfach
nicht, den Hörer dauerhaft an die Handlung zu fesseln.
Hinzukommt, dass
der Erzähler einen immensen Anteil hat und dieser auch noch ständig in die
Dialoge eingreift, was sich auf den Hörfluss nicht wirklich positiv auswirkt.
Auch die Besetzung mit Hans-Peter Hallwachs ist bei diesem Anteil nicht wirklich
hilfreich, da seine monotone Sprechweise, hier kaum Spannung zu transportieren
weiß.
Ansonsten kann man die Besetzung an sich aber nur loben.
Insbesondere Sylvester Groth und Hilmar Thate fallen positiv auf. Leider
verpufft in vielen anderen Rollen das exzellente Cast an der Bearbeitung, die
die Darsteller oft nicht ins Spielen kommen lässt.
Insofern bremst auch hier
die Bearbeitung mögliche Großtaten etwas aus.
Die Untermalung ist dem
Thema angemessen. Die Musik ist passend gewählt und schafft eine gute Kulisse,
um den Hörer an den Ort der Handlung zu entführen. Die Geräuschuntermalung ist
ausreichend, um die Geschichte zu erzählen, muss sich aber oft dem Stil der
Bearbeitung unterordnen.
Die sperrige Bearbeitung verhindert hier,
dass aus einem interessanten Stoff auch ein entsprechendes Hörspiel wird. So ist
es leider nur Durchschnitt und das ist bei der Qualität der Vorlage einfach zu
wenig.
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