| Der Hund aus Terracotta Von Andrea Camilleri Übersetzung aus dem Italienischen: Christiane von Bechtolsheim Hörspielbearbeitung: Daniel Grünberg Regie: Leonard Koppelmann Komposition: Henrik Albrecht SWR 2001 109 Min. ![]() Commissario Salvo Montalbano: Gerd Wameling Erzähler: Horst Mendroch Mimmi Augello: Max Volkert Martens Livia: Frauke Poolman J.J.: Heinrich Giskes Questore: Helmut Wöstmann Fazzio: Torben Kessler Lilo Rezitano: Rolf Schult Preside Burgio: Ernst August Schepmann Signora Angelina Burgo: Ruth Hausmeister Ingrid: Beate Jensen Heinrich Giskes, Horst Hildebrand, Klaus Barner, Rainer Bock, Hubertus Gertzen, Klaus Herm, Volker Lippmann, Frauke Poolman, Robert Schoen, Ronald Spieß, Frank Stöckle, Andreas Szerda, Klaus Spürkel, Detlef Werner, Charles Wirths, Friedrich von Bülow Wenn sich Commissario Salvo Montalbano bisher auf etwas verlassen konnte, dann war es die Mafia. Diese hat - durch und durch sizilianisch wie er selbst - wenigstens ihre Prinzipien. Das denkt der Commissario zumindest, bis er sich mit dem aufsehenerregenden Mord an dem landesweit gesuchten Verbrecher Tano u Grecu beschäftigt. Dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Tat der Mafia handelt, wird Montalbano in dem Moment klar, als er bei seinen Nachforschungen durch Zufall auf ein weiteres, fünfzig Jahre zurückliegendes Verbrechen stößt. In einer Höhle entdeckt er - scheinbar kultartig inszeniert - die skelettierten Leichen eines Mannes und einer Frau in inniger Umarmung, bewacht von einem lebensgroßen Hund aus Terracotta. Es ist ein mysteriöses Rätsel der Vergangenheit, zu dessen Lösung Commissario Montalbano bis in die Nachkriegszeit zurückgehen muss. Bei diesem Weg helfen ihm seine treuen Mitarbeiter und auch sein Freund Zito, der Journalist, vor allem aber sein sizilianischer Humor. Andrea Camilleri, geboren 1925 in Porto Empedocle, Sizilien, vielfach ausgezeichneter Autor und Regisseur, startete 1994 die erfolgreiche Serie seiner Montalbano-Krimis mit "Die Form des Wassers". |
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Bemerkungen: Mit "Der Hund aus Terracotta" bringt Andrea Camilleri wieder einen sehr typischen Montalbano-Fall. Wieder ist die Handlung ein wenig mehr konstruiert, als es ihr eigentlich gut täte, wieder gleicht man das mit ganz viel italienischem Flair locker aus. Das Hörspiel hat seine inhaltlichen Stärken vor allem in der zweiten Hälfte, als es das Geheimnis um den titelgebenen Hund aus Terracotta zu lösen gilt. Wenngleich es hier deutlich ruhiger zu geht, ist das Wühlen in der Vergangenheit deutlich interessanter, als die zwar temporeichere, aber eher unspektakuläre erste Hälfte, in der der Schwerpunkt auf den Ermittlungen im Mafiamilieu liegt. Das bewährte Team hat sich dieser Geschichte Camilleris angenommen. Henrik Albrecht sorgt wie gewohnt für die passende Musik, um die sizilianische Atmosphäre möglichst lebendig wirken zu lassen. Das bewährte Ensemble - zumindest die tragenden Rollen sind ja in dieser Reihe stets gleich und stets erstklassig besetzt - sorgt auch hier dafür, dass Figuren und Geschichte glaubhaft zur gelungen Kulisse passen. Leonhard Koppelmann schafft es erneut, die für diese Reihe eigene Note zu schaffen. Auch diese Produktion lebt für meine Begriffe deutlich mehr von der exzellenten Umsetzung, als vom Inhalt. Der Krimi ist zwar solide, der Unterhaltungswert liegt aber mehr im Rahmen und in der gelungenen, stimmigen Darstellung. Das reicht deutlich für zwei Radiostunden guter Hörspielunterhaltung. Meine Wertung: + + + |
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