Der
Klabauterkrieg
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Autor: |
Kai Meyer |
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Produktion: |
WDR 2007 |
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Regie: |
Jörg Schlüter |
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Komposition: |
Rainer Quade
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Dauer: |
100 Min. |
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Mitwirkende: |
Junger Walker: Florian Seigerschmidt
Erwachsener Walker: Samuel Weiss
Buenaventure: Christian Redl
Greyshade: Claus-Dieter Claußnitzer
Salamanca: Udo Schenk
Manolo, Matrose: Juan Carlos Lopez
Schrumpfkopf: Martin Bros
Scarab, Piratenkaiser: Hendrik Stickan
Tränennixe: Johanna Marx
Kindra, Walkers Mutter: Eva Spott
Geisterhändler: Horst Mendroch
Spieler: Bernd Kuschmann, Paul Faßnacht
Piraten: Thomas Wittmann, Vittorio Alfieri
u.v.a.
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Inhalt: |
Die Vorgeschichte zum Fantasy-Bestseller "Die
Wellenläufer":
Die Karibik zur Zeit der Piraten. Der junge Walker ist ein Gefangener
in den berüchtigten Scherbengruben von Antigua. Angekettet in
den Katakomben muss er die verwundeten Arenakämpfer pflegen,
ohne selbst je das Sonnenlicht zu sehen. Nach dem Tod seiner Mutter,
der gefürchteten Piratin Asper, wurde Walker hierher
verschleppt. Doch eines Tages taucht ein geheimnisvoller Fremder auf
und kauft Walker frei, der Junge soll ihn zum versteckten Schatz seiner
Mutter führen. Aber was verbirgt sich wirklich hinter den
Hinweisen auf die rätselhafte Klabauterkrone? Kennt Walker
tatsächlich die Wahrheit? Begleitet vom Pitbullmann
Buenaventure beginnt für den Jungen eine Odyssee auf hoher
See, durch wilde Piratenhäfen und düstere
Klabautergewässer.
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Bemerkungen:
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Mit "Der
Klabauterkrieg" legt Kai Meyer die Vorgeschichte zu seiner
"Wellenläufer"-Trilogie vor. Das Besondere: Diese Geschichte
ist nicht als Buch erhältlich und wird es wohl auch
künftig nicht sein. Ein exklusives Hörspiel also, wie
auch schon "Der brennende Schatten", der als Vorläufer der
"Merle"-Trilogie, ebenfalls nur als Hörspiel
erhältlich ist.
Dass Kai Meyer gute Fantasy-Geschichten schreiben kann, die auch oft
über die genreüblichen Folien hinausgehen, hat er
schon mehrfach
bewiesen. Eben dieses gelingt ihm auch hier.
Die Geschichte kommt wesentlich weniger kriegerisch rüber, als
ihr Titel vermuten lässt. Das heißt aber
keinesfalls, dass es nicht spannend zuginge! Die Abenteuer, die der
junge Walker hier erlebt, sind fesselnd und vor allem auch
recht originell und unterhaltsam dargestellt. Allerdings schleichen
sich im Laufe des Hörspiels auch Passagen ein, die etwas
seichter sind und das Hörinteresse etwas schleifen lassen. Zum
Glück hält sich dies aber in
verträglichen Grenzen.
Bei der Umsetzung hat sich der WDR ordentlich ins Zeug gelegt, um der
Geschichte die stets richtige Farbe zu verleihen. So arbeitet man mit
vielen dichten und atmosphärischen Sounds, die gut
vorstellbare Kulissen erzeugen. Allerdings kann ein einfacher CD-Player
hier schon an seine Grenzen stoßen und statt klanglicher
Vielfalt hier und da Klangbrei ausspucken.
Hinter der beeindruckenden Kulisse verschwinden die insgesamt gut
agierenden Sprecher ein wenig. Selbst Sprecher, die aufgrund ihrer
Stimmfarbe sofort herausstechen, fügen sich hier sehr homogen
ein. Hier ist es wie beim Chorgesang: Gut ist es, wenn man keinen
heraushört.
"Der Klabauterkrieg" ist ein fantasievolles, abwechslungsreiches und
gut umgesetztes Hörspiel - Grund zu meckern gibt es eigentlich
wenig. Wer auf originelle Fantasy-Geschichten steht, die auch
mal mit ungewöhnlichen Elementen aufwarten können und
zudem eine perfekte Soundkulisse im Hörspiel schätzt,
der sollte dem "Klabauterkrieg" ruhig mal sein Ohr leihen.
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