| Der
Malteserfalke |
|
| |
Autor: |
Dashiell Hammett |
|
| |
Produktion: |
SWF / hr / NDR 1996 / DAV |
|
| |
Bearbeitung und Regie: |
Norbert Schaeffer |
|
| |
Musik: |
Gerd Bessler |
|
| |
Länge: |
117 Min. |
|
| |
|
 |
|
Mitwirkende: |
Sam Spade: Dieter Laser
Effie Perine: Sascha Icks
Brigit O' Shaughnessy:
Susana Fernandes-Genebra
Miles Archer: Klaus Spürkel
Detective-Sergeant
Tom Polhaus: Peter Dirschauer
Lieutnant Dundy: Hansjürgen
Gerth
Taxifahrer: Götz Argus
Polizist / Luke: Gerd Andresen
Iva Archer:
Ellen Schulz
Mr. Joel Cairo: Jens Wawrczeck
Claus Boysen, Andreas Szerda,
Matthias Brüggemann, Peter Fricke, Benjamin Reding, Sabine Niethammer
|
Inhalt: |
Sam Spade, ein von chronischen Geldsorgen
geplagter Privatdetektiv aus San Francisco, sucht den Mörder
seines Partners. Bald entdeckt er den Zusammenhang mit der Jagd auf den
sogenannten Malteserfalken, eine wertvolle Statuette, hinter der eine
Reihe von skrupellosen Gangstern her ist: der schwammige Caspar Gutman,
der weiche Joel Cairo, der Strichjunge Wilmer und die attraktive
Lügnerin Brigid O'Shaugnessy, der Spade natürlich auf
den Leim geht. Da es zwischen den rivalisierenden Interessenten keine
klare Front gibt, ist Spade ganz auf seinen Spürsinn, seine
Zähigkeit und sein rasches Reaktionsvermögen
angewiesen.
Samuel Dashiell Hammett wurde 1894 an der Ostküste Marylands
geboren. Mit dreizehn brach er die Schule ab, schlug sich einige Zeit
mit Aushilfstätigkeiten durch und arbeitete dann acht Jahre
lang als Privatdetektiv. Nach dem Ersten Weltkrieg schrieb er
Kriminalgeschichten. Zwischen 1929 und 1934 veröffentlichte
Hammett fünf Kriminalromane ("Rote Ernte", "Der Fluch des
Hauses Dain", "Der Malteser Falke", "Der gläserne
Schlüssel", "Der dünne Mann"), die inzwischen als
Klassiker gelten. Er starb 1961 in New York. Mit seiner realistischen,
unsentimentalen Darstellung einer düsteren Welt, in der die
Unterscheidung zwischen Guten und Bösen nicht mehr
möglich ist, begründete Hammett eine
eigenständige amerikanische Form des Detektivromans
(hardboiled-school).
|
|
|
| Bemerkungen: |
"Der Malteser
Falke" dürfte das berühmteste Werk Dashiell Hammets sein und
damit - auch wenn der Umkehrschluss vielleich ein wenig hinkt, wohl
auch eines der besseren sein. Wenn man allerdings diese
Hörspielumsetzung gehört hat, wird einem ein wenig der Glaube
daran fehlen. Der Plot an sich mag noch halbwegs ordentlich sein, aber
alles, was drumherum gebaut ist, wirkt doch sehr unansprechend.
Das ist nicht nur ein Problem der Umsetzung im Skript, auch die Art,
wie hier die Sprecher eingesetzt werden, überzeugt nicht. Nicht
nur, dass hier sehr merkwürdig klingende Sprecher zum Einsatz
kommen, auch die, von denen man eigentlich immer sehr gute Leistungen
kennt, wirken hier sehr seltsam. So enttäuscht z. B. ein Jens
Wawrczeck durch eine ungewohnt steife Perfomance, die weder seinem
persönlichem Naturell, noch dem der Rolle entspricht. Da sowohl
die ungewöhnliche Besetzung, als auch die Form der Darstellung
generell problematisch ist, darf man hier wohl davon ausgehen, dass man
in der Regie dem Irrglauben ausgesetzt war, dass gerade das besonders
toll ist.
Dass sich dann noch über zwei Radiostunden hinzieht, was man in
einer hätte erzählen können, gibt dem Ganzen dann noch
den Rest.
Schade, schade, aber hier gehen Erwartungshaltung und Realität
doch deutlich auseinander und ich bezweifle, dass selbst Hammett-Fans
bei dieser Umsetzung ins Schwärmen geraten können. |
|
|