Der Parasit

von Friedrich Schiller

Hörspielbearbeitung: R. A. Stemmle
Musik: Herbert Baumann
Regie: Boleslaw Barlog
NWDR 1950
72 Min.


Firmin: Paul Bildt
Karl Firmin: Horst Caspar
Selicour: Werner Hinz
Narbonne: Paul Wagner
Charlotte: Gudrun Genest
La Roche: Ernst Sattler
Michel: Walter Tarrach


Selicour, einem Heuchler und Intriganten, gelingt es, sich die Gunst des Ministers zu erschleichen und obendrein noch die Aufmerksamkeit seiner Tochter auf sich zu ziehen. Doch bevor der Bösewicht sein übles Spiel vollenden kann, wird er mit den eigenen Mitteln geschlagen, das Gute siegt und die schöne Tochter bekommt den, der sie wirklich liebt. Der Schlußsatz der Komödie deutet jedoch an, wie es in Wirklichkeit – nach Schillers Meinung - um die Verhältnisse steht: "Die kriechende Mittelmäßigkeit kommt weiter als das geflügelte Talent, der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.“ Das Stück ist demnach ein Lehrbeispiel dafür, wie man landläufig Karriere macht und beweist gerade in diesem Zusammenhang seine zeitlose Aktualität.

 
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