Der Prinz
und der Bettelknabe
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Autor: |
Mark Twain |
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Bearbeitung: |
Hellmut
von Cube |
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Regie: |
Otto
Kurth |
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Produktion: |
NDR 1968 |
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Dauer: |
59 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Hans Paetsch
Tom Canty: Joachim Struss
Prinz Edward: Michael Harck
Heinrich VIII.: Heinz Klevenow
Jane Grey: Regine Lamster
Lord Hertfort: Franz Rudnik
Waffenmeister: Fabian Wander
Toms Vater: Herbert Steinmetz
Toms Mutter: Ingrid von Bothmer
Toms Schwestern: Carola und Annerose Bückler
Charly: Christian Fiedler
Jack: Andreas Lüdke
Hugo: Gottfried Kramer |
Inhalt: |
Tom ist ein Betteljunge, der sich nichts
sehnlicher wünscht, als einmal
in seinem Leben ein richtiger Prinz zu sein. Edward hingegen ist ein
Prinz, der sehr gerne einmal als einfacher Bettler leben
möchte.
Durch
Zufall treffen sich die beiden Jungen, die sich zum Verwechseln
ähnlich
sehen, am Eingangstor des Königsschlosses. Heimlich tauschen
sie ihre
Kleider und machen sich auf den Weg, um fortan das Leben des anderen zu
führen.
Sofort gerät Tom, der die am Hofe üblichen
Verhaltensweisen nicht kennt, von einem Fettnäpfchen ins
andere. Noch
ärger ergeht es Edward: Er wird in seiner neuen Rolle des
Bettlers von
Räubern gejagt und Toms Vater droht ihm, seinem vermeintlichen
Sohn,
Prügel an, weil er sich beim Betteln plötzlich so
unbeholfen anstellt.
Die
beiden Jungen sind schließlich froh, wieder aufeinander zu
treffen und
beschließen, die Verwicklungen zu entwirren. Aber glaubt man
ihnen?
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Bemerkungen:
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Ein Wiederhören mit
Hans Paetsch ermöglicht der hörverlag. Dieser hat das
NDR-Hörspiel "Der Prinz und der Betteljunge" aus dem Archiv geholt
und mit leicht verändertem Titel in die Verkaufsregale gebracht.
Diese Vorlage wurde bereits fünfmal von verschiedenen Radiosendern
als Hörspiel produziert und schlägt damit - zumindest beim
Radiohörspiel - alle anderen Stoffe des Autors.
Die Geschichte, die vor mehr als 120 Jahren geschrieben wurde,
erzählt ein recht einfach strukturiertes Verwechslungsabenteuer.
Prinz und Bettelknabe tauschen aus Spaß die Rollen und haben
Mühe, dies wieder rückgängig zu machen.
Was die Geschichte aber insbesondere ausmacht ist das Flair, das sie
umgibt. Dieses Märchen mit zum Teil realen Figuren wird mit
einem Hauch von Charles Dickens transportiert, so dass aus dieser
Mischung ein hörenswertes Abenteuer entspringt.
Sehr präsent ist hier Erzähler Hans Paetsch, was seine Fans
sicherlich freuen dürfte, auch wenn diese Leistung nicht zu seinen
besten gehört. Dabei ist seine Rolle so erstellt, dass er den
Hörer direkt anspricht, was diesen ein Stückchen näher
an die Geschichte bringt.
Die Erzählpassagen werden von kurzen Dialogszenen unterbrochen, in
denen ebenfalls sehr gute Sprecher agieren. Unter anderem sind die
junge Regine Lamster oder auch Gottfried Kramer in kleineren Rollen zu
hören.
Wie beim Radiohörspiel dieser Generation nicht unüblich, ist
die Soundkulisse eher spartanisch. Das Stück kommt ganz ohne Musik
aus und verwendet nur in den Dialogszenen und nur hinter wenigen
Erzählerpassagen eine Geräuschkulisse, die den
Hintergrund ein wenig plastischer macht.
Insgesamt ein empfehlenswertes Hörspiel, das insbesondere die
zahlreichen Hans-Paetsch-Fans ansprechen dürfte. Im Dschungel der
zahlreichen Hörproduktionen für Kinder, dürfte die
Geschichte an sich eher ein wenig untertauchen.
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