| Der Ritter und seine Knappen von Terry Jones Bearbeitung: Bruno Friedrich Komposition: Mike Herting Regie: Petra Feldhoff WDR 2005 46 + 49 Min. Mit Peer Augustinski, Johanna Bergmann, Helmut Krauss, Tobias Klausmann, Alexander Hauff, Roland Jankowsky, Alexander Grill, Horst Mendroch, Paula Banzer, Christian Bärmann, Carolin von der Groeben, Matthias Haase, Gregor Höppner, Jochen Langner, Caroline Schreiber, Hans Schulze Wir befinden uns in einem kleinen Dorf in Südengland, im Jahr 1359. Der Waisenjunge Tom hat beim Dorfpriester Lesen und Schreiben gelernt und will die Welt kennen lernen. Die Flucht aus Toms Heimatdorf und dem Machtbereich des Gutsherrn gelingt. Tom trifft auf Alan, und der ist – glücklicher Zufall – Knappe. So wird auch Tom Knappe des Ritters Sir John Hawkley. Einem Ritter, der sich freilich als nicht ganz so edel erweist, wie Tom sich das vorgestellt hatte. Sie brechen auf, um sich dem Heer des englischen Königs für den Feldzug gegen Frankreich anzuschließen, aber das Abenteuer verläuft anders, als Tom es erwartet hatte. Terry Jones, geboren 1942 in England, ist u. a. als Mitglied der Komikertruppe Monty Python und als Regisseur bekannt. 1981 veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch, 1984 wurde er mit dem Britischen Kinderbuchpreis ausgezeichnet. Bemerkungen: Terry Jones schildert in seinen Romanen um den Knappen Tom handfeste Abenteuergeschichten, denen vor allem eines gelingt, den Hörer bestens zu unterhalten. Dies schafft auch diese zweiteiligen Radiofassung, die die Erlebnisse sehr tempo- und abwechslungsreich darstellt. Die verschiedenen kleinen Abenteuer, die Tom mit seinem Ritter und dessen Knappe erleben, sorgen dafür, dass die Spielzeit ohne jegliche Länge vergeht und nicht nur junge Ohren sehr gut unterhalten werden. Das ist nicht nur ein Verdienst der gut erzählten Geschichte, sondern auch der gelungenen Inszenierung. Mike Härting schafft eine recht klischeefreie, aber dennoch auf das Handlungstempo abgestimmte Musikkulisse. Peer Augustinski sorgt als Erzähler dafür, dass der Hörer gut an die Geschichte gebunden wird, es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören. Recht ordentlich, aber leider nicht ganz fehlerfrei agieren die Tobias Klausmann und Johanna Bergmann, wobei sie kleinere Mängel mit viel Charme wieder wettmachen. Darüberhinaus tummeln sich noch viele bekannte, beliebte und vor allem gute Stimmen im Ensenble, die hier für ausdrucksstarke Figuren sorgen. Auch wenn es "nur" eine recht einfache Rittergeschichte ist, diese Produktion ist so unterhaltsam, gut erzählt und inszeniert, dass es kaum möglich ist, die Pause zwischen den beiden Teilen auszuhalten und man das Hörspiel am liebsten in einem Rutsch hören möchte. Meine Wertung: + + + + |
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