Der Streichholzverkäufer oder Ein leichter Schmerz
von Harold Pinter

Aus dem Englischen von Willy H. Thiem
Regie: Fritz Schröder-Jahn
NDR 1959
62 Min.


Mit Fritz Schröder-Jahn (Edward), Gisela von Collande (Flora)


21. Juni, der längste Tag im Jahr. Die Eheleute Flora und Edward beobachten einen alten Mann, der seit Tagen hinter ihrem Haus bei der Gartentüre steht. Wer ist er? Was will er? Sie können sich nicht vorstellen, warum er sich dort aufhält, denn der Regen hat die Streichhölzer, die er offenbar verkaufen will, längst aufgeweicht. Ausserdem kommt nur ganz selten jemand vorbei. Sie bitten ihn schliesslich, in ihr Haus zu kommen, um mit ihm zu sprechen - doch der Mann bleibt stumm ...

Pinters erstes abendfüllendes Theaterstück «Die Geburtstagsparty» war anfänglich kein Erfolg. Aber die Hörspielleute der BBC glaubten an ihn und gaben ihm 1958 den Auftrag für ein Hörspiel. «A Slight Ache» - so der Originaltitel - trug massgeblich zur Entstehung der legendären «Pinterschen Pause» bei, ein häufig eingeflochtenes Schweigen zwischen den Figuren, das oft mehr als viele Worte das Aneinander-Vorbeireden, das Nicht-Verstehen, die Neigung auch, andere beherrschen zu wollen, verdeutlicht.

 
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