| Der teuerste Kopf der Welt von Tom Peuckert ![]() Bild: rbb/Hanna Lippmann Regie: Beate Andres SFB-ORB 2001 56 Min. Schlewitt: Roland Renner Strommer: Benjamin Utzerath Uwe Apfel: Uwe Preuß Günter Maria Rosenfeld: Klaus Manchen Bibiana Gruber: Nadja Martina Schulz Friedrich Capelle: Timo Dierkes Gerichtsmediziner: Michael Klobe Georg Abendroth: Friedhelm Ptok u.a. Ein Showmaster im Massenmedium Fernsehen hat immer gut drauf zu sein, sonst ist es bald zu Ende mit der Show. Ein depressiver und zergrübelter Entertainer, ein Muffelkopp – ein Ding der Unmöglichkeit. Wie machen sie es nur, diese immer fröhlichen, immer strahlenden Sunnyboys? Welches Geheimnis steckt hinter ihrer ständig guten Laune? Harte Arbeit, bekommen wir gesagt. Gewiß, aber vielleicht gibt es doch irgendeinen Muntermacher. Hinter das Geheimnis von Tommy Gruber versucht die Kriminalpolizei zu kommen, denn der – einer der größten der Branche – wurde, als er zum Auftritt nicht erschien, in seinem eigenen Blut liegend in der Garderobe aufgefunden. Alle sagen nur das Beste über ihn, sie hätten ihn verehrt, von Feinden sei ihnen nichts bekannt usw. Doch dann stellt sich heraus, daß viele, die in seinem Schatten standen, ein Mordmotiv gehabt hätten. Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig und dort aufgewachsen. 1984-89 Studium der Theaterwissenschaft in Berlin. Theaterinszenierungen. Arbeitet als freier Autor für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Bemerkungen: Tom Peuckert gelingt es hier wieder, einen sehr unterhaltsamen Krimi abzuliefern, der wieder mit einer leicht abstrusen Note besonders wird. Der Fall, den Kommissar Schlewitt hier zu lösen hat, führt ihn ins Showbusiness, in dem es vor Intrigen und Motiven nur so wimmelt. Der Plot ist solide und besitzt - auch aufgrund eines sehr ominösen Zwischenfalls - sehr viel Originalität. Die Umsetzung geht weitestgehend in Ordnung. Die Besetzung ist durchweg gelungen, es macht hier sehr viel Spaß den Akteuren zuzuhören. Etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich allerdings die zum Teil sehr aufdringlichen Soundkulissen, wie z. B. die rückwärts abgespielte Musik. Auch wenn das alles nicht grundlos eingesetzt wird, hätte ich mir eine etwas gefälligere Untermalung gewünscht. Guter Krimi, gute Unterhaltung - kleinere Abzüge für die Sperenzchen in der Untermalung - ansonsten: Hörenswert! Meine Wertung: + + + |
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