| Der Tote aus der Themse
von Ken Kaska Regie: Armas Sten Fühler RB 1961 42 Min. Mit Günther Neutze, Walter Jokisch, Alfred Hansen, Gerda Gmelin u.v.a. Dass man mit einer veritablen Leiche florierende Aktiengeschäfte tätigen kann, wäre aus heutiger Sicht durchaus kein Kuriosum mehr. So überrascht es nicht, dass in diesem fünfzig Jahre alten Kriminal- Lust-Spiel genau dies geschieht: Gloucester und Henry, zwei kleine Londoner Ganoven, finden am Ufer der Themse eine angeschwemmte Leiche. Das wäre nicht weiter bemerkenswert: »Eine typische Themse-Leiche«, wie Gloucester bemerkt. Doch Henry widerspricht, denn er stellt eine auffällige Ähnlichkeit des Toten mit dem einflussreichen Finanzmagnaten Simon Stetson fest. Und das schließlich führt zu dem verwegenen Plan, die Finanzbörsen gehörig zu erschüttern, denn dazu käme es unweigerlich, würde die Welt vom Tode Stetsons erfahren. Bleibt also nur, den richtigen Simon Stetson verschwinden zu lassen, zumindest für eine Weile, um in der Zwischenzeit den inszenierten Crash für eigene, höchst lukrative Spekulationen zu nutzen. »Alles fauler Zauber«, pflegt der Papagei zu schnarren, wenn er die zukunftsträchtigen Pläne der beiden mitverfolgt. Ob er damit am Ende recht behält? Ken Kaska (1915-1978) lebte seit Anfang der 50er Jahre in Bremen; Roman- und Hörspielautor. Bemerkungen: Ein Hörspiel, das beweist, dass in der guten alten Radiozeit nicht jedes Kriminalhörspiel ein Knaller war. "Der Tote aus der Themse" beginnt sehr gebremst und diese Ödnis zieht sich auch durch die gesamte Spielzeit. Der Plot hat zwar eigentlich ein paar interessante Ideen, aber sie verplätschern zu sehr im zu steifen Einerlei. Die Inszenierung legt ein "Tempo" an den Tag, der einem die recht kurze Spielzeit ordentlich lange werden lässt. Die Schauspieler legen durchweg die Figuren zu gleichförmig an; große Prägnanz, die das Stück in irgendeiner Form prägen könnte, gibt es nicht. Schade, aber das ist deutlich zu wenig, um eine Empfehlung aussprechen zu können. Meine Wertung: - - |
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