| Der vergessene Teufel von Jan Drda Hörspielbearbeitung: Mario Göpfert Regie: Karlheinz Liefers Rundfunk der DDR 1988 41 Min. Mitwirkende: Mattes: Hartmut Schreier Marthe: Ruth Glöss Lucifer: Roland Knappe Amtsteufel: Herbert Sand Schmied: Harald Warmbrunn Pfarrer: Joachim Tomaschewsky außerdem: Christa Keller, Harald Polzin, Bernd Czarnowski, Horst Hamann, Ein Teufel wird ausgeschickt, die Menschen zum Bösen zu verführen. Da er nicht ehrgeizig und im Teufelshandwerk wenig geschickt ist, hat er kaum Erfolg. Man vergisst ihn in der Hölle. Er genießt seine Ruhe. Unerwartet stöbert ihn ein Weib auf. Sie macht aus dem verlotterten Teufel einen brauchbaren Mann. Da erinnert sich Luzifer seiner, holt ihn zurück, um ihn für seine Menschwerdung exemplarisch zu bestrafen. Alle vorsichtigen Erklärungen fallen auf unfruchtbaren Boden. Allein, als sein Weib kommt und droht, aus allen Teufeln Männer zu machen, ist Luzifer sofort bereit, den einen herauszugeben. Bemerkungen: Ein unterhaltsames und hintersinniges Märchen hat sich Jan Drda hier erdacht. Es folgt gängigen Motiven, hat aber einige recht vergnügliche Details zu bieten. Das Stück besticht vor allem durch die Figur der resoluten Marthe, die hier von Ruth Glöss wunderbar gespielt wird. Auch der Rest des Ensembles agiert recht gut, die Sprecher sind durchweg auf einem soliden Niveau. Zwar hat man in den Szenen in der Hölle schon versucht, mit der Soundgestaltung ein wenig Atmosphäre zu schaffen, es gelingt allerdings nur bedingt. Die Kulisse ist insgesamt ein wenig dünn, das Flair entsteht mehr durch das Dialogwerk und dessen Interpretation. Ein originelles und unterhaltsames Märchen in einer unspektakulären Umsetzung. |
| Meine Wertung: + + |
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