| Der Vogelkopp von Albert Wendt Regie: Norbert Speer Komponist: Reiner Bredemeyer Rundfunk der DDR 1984 41 Min. Kurt Böwe - Vogelkopp Margit Bendokat - Seine Frau Katja Paryla - Königin Klaus Piontek - Königlicher Sekretär Simone von Zglinicki - Vogelmutter Hans Teuscher - Keulenjimmi Juliane Koren - Vogeljunges Frank Lienert - Vogeljunges Margit Bendokat - Vogeljunges Bevor er im Winter auf ein Nest mit frisch geschlüpften Jungen traf, war er das, was man einen normalen Menschen nennt. Seither hat er nicht nur einen Vogel, sondern gleich eine Vogelfamilie - unter seiner Mütze. Da er sich fortan weigert, dieselbe abzusetzen, verliert er Broterwerb und Eheweib und wohnt fröhlich im Wald. Da lädt ihn die Königin zu ihrem Fest ein. Vogelkopp, der auch hier seine Mütze nicht ziehen will, soll hingerichtet werden. Albert Wendt, geboren 1948, lebt als freier Autor in Kleinpösna bei Leipzig, Er hat Texte für Theater und Rundfunk geschrieben, die mehrfach ausgezeichnet wurden. |
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| Bemerkungen: Das Märchen vom Vogelkopp, einem Mann, der ein paar Vögeln Unterschlupf unter seinem Hut gewährt und fortan diesen nicht mehr zum Grüßen lupfen kann, bringt eine einfache Botschaft auf unterhaltsame Weise zu Gehör: Lass dich von gängigen Gepflogenheiten nicht unterdrücken und geh den Weg, den du für richtig und wichtig hälst. Der Protagonist schafft diese Leistung und trotzt selbst dem Druck von höchster Stelle. Er wird belohnt, gerade weil er sich als charakterlich fest erweist. Albert Wendt hat hier einen Hörspielklassiker geschaffen, der auch viele internationale Adaptionen nach sich zog. Die Umsetzung trägt hier das typische, altbackene Flair vieler Kinderproduktionen des Rundfunks der DDR, was sich vorallem in dem sehr betonten Schauspiel niederschlägt. Ein Hörspiel, inhaltlich für Kinder, formal auch für (N)ostalgiker interessant. Es überwiegt die gute Erzählung gegenüber der etwas zu bemühten Umsetzung, was letztlich für eine recht gute Wertung ausreicht. Meine Wertung: + + + |
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