| Detektivin Susi löst einen ungewöhnlichen Fall nach Luise Rinser Hörspielbearbeitung: Erika Wollanik Regie: Manfred Täubert Rundfunk der DDR 1989 43 Min. Susi: Julia Andres Oberwachtmeister Meierlein: Gunter Schoß Hans Muck: Hans Joachim Hanisch Mutter: Heide Kipp Vater: Stefan Lisewski Polizist: Peter Dommisch Dr. Kimmel: Maximilian Löser Verkäuferin: Gisela Morgen vornehmer Mann: Lothar Förster u.a. Merkwürdige Dinge geschehen in der kleinen Stadt Katzendorf. Ein Zehnjähriger verschwindet spurlos. Ein Löwe taucht auf und verbreitet Angst und Schrecken. Ein fremder Junge wird als Dieb gejagt und verblüfft die Verfolger mit seiner ungeheuren Kraft. Detektivin Susi, Zwillingsschwester des verschwundenen Jungen, versucht, eine vernünftige Erklärung für alle diese verwirrenden Ereignisse zu finden. Stück für Stück lüftet sie das Geheimnis des alten Brunnens. Luise Rinser (1911-2002) studierte Psychologie und Pädagogik und war von 1935 bis 1939 als Lehrerin tätig. 1940 erschien ihre erste Erzählung „Die gläsernen Ringe“. In den folgenden Jahren durfte sie ihren Beruf nicht mehr ausüben und wurde 1944 bis 1945 wegen „Wehrkraftzersetzung“ inhaftiert. Später arbeitete sie als Journalistin und freie Schriftstellerin. Die preisgekrönte Erfolgsautorin schrieb neben Romanen und Erzählungen auch Hörspiele, Tagebücher und Essays sowie Kinder- und Jugendbücher. Bemerkungen: Erika Wollanik hat Luise Rinser Roman "Das Geheimnis des Brunnens" als Hörspiel adaptiert. Die Geschichte ist eigentlich recht nett, leidet aber ein wenig darunter, dass sie auf Gedeih und Verderb in diesen Detektivrahmen gepresst werden musste. Offenbar wollte man hier dem Jungdetektivhörspielhype im Westen etwas entgegensetzen. Dazu passt dann allerdings die phantastische Geschichte nun überhaupt nicht. Den Spaß verleidet auch schon der Anfang in dem sich Julia Andres offensichtlich vollkommen frei von Regie und Talent durch die erste Szene holpert. Da kann ich jeden verstehen, der zum Aus-Knopf greift. Es wird zum Glück später besser, die späteren Szenen sind dann schon wesentlich besser, wobei man hier auch nichts Besonderes erwarten sollte. Es bleibt eine nette Grundidee in einem zurechtgeschusterten Rahmen mit einer mäßigen bis durchschnittlichen Umsetzung. Kann man hören, muss man aber nicht... Meine Wertung: + / - |
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