| Die Augen |
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Autor: |
Friedemann Schulz |
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Produktion: |
WDR 2008 |
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Regie: |
Petra Feldhoff |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Sammy: Oliver Krietsch-Mazura
Nada: Janina Sachau
Die Frau: Anne Moll
Noburo: Toro Tanabe
Meier-Gerbes / Newe: Christian Brückner
Anwalt: Dirk Müller
sowie: Jürgen Escher, Christina-Maria Grewe, Rainer Hagedorn,
Dieter Schiffer, Rainer Hagedorn, u. a.
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Inhalt: |
Samuel Grünberg ist Angestellter in der
Werbeabteilung einer Bank und interessiert sich für
Filme, vor allem für die hartgesottenen, einsamen Helden der
düsteren Schwarzweißfilme der 40er-Jahre und die
„eiskalten Engel“ ihrer Nachfolger. In einer Bar
lernt er
eine geheimnisvolle junge Frau kennen eine
flüchtige, aber
sehr intensive Begegnung, die man unter anderen Umständen
vielleicht eine „Liebe auf den ersten Blick“
genannt
hätte. Zwei Tage später erscheint eine andere Frau in
der
Bar. Sie bringt ihn noch in derselben Nacht zu jener
mysteriösen
Unbekannten. Am nächsten Morgen steht Samuel Grünberg
unter
Mordverdacht.
Friedemann Schulz, geboren 1945, schreibt seit über 20 Jahren
Hörspiele und Drehbücher für Kino- und
Fernsehfilme. Er
lebt in Neuwied. Der WDR produzierte zuletzt von ihm „Das
zwölfte Level“ (Hörspiel des Monats August
2006).
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Bemerkungen:
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Es beginnt wie ein typischer Vertreter des
hard-boiled-Genres. Der einsame Wolf, eine Bar, eine geheimnisvolle
Frau.... doch dann steht plötzlich Sammys Behinderung
im Fokus des Geschehens. Diese eröffnet der
Geschichte ganz neue Möglichkeiten, die Friedemann
Schulz zu nutzen weiß. Natürlich ist das ein nicht
unübliches Mittel um Hörer und Protagonist auf eine
Ebene zu hieven, dennoch entwickelt man einen sehr guten und
originellen Plot daraus.
Die Umsetzung kann sich ebenfalls hören lassen. Wenngleich man
nur in wenigen Rollen prominent besetzt, kann das Ensemble insgesamt
überzeugen. Oliver Krietsch-Mazura ist eine unverbrauchte
Stimme im Hörspielbereich, er löst die ihm hier
gestellt Aufgabe allerdings exzellent. Seine Stimme passt zwar nicht in
das Klischee, das die Geschichte zunächst vorgibt, umso
stimmiger wird sein Einsatz, wenn man die Hintergründe kennt
und man fortan weiß, dass die Geschichte, doch einen etwas
ungewohnteren Verlauf nehmen wird.
Daneben sticht vor allem Christian Brückner in seiner
Doppelrolle hervor. Ungewöhnlich, dass man diese markante
Stimme in zwei Rollen einsetzt, aber das Skript gibt dem Ganzen einen
Grund, so dass letztlich nur die Frage bleibt, ob es auch
ursprünglich so vorgesehen war, oder aus einer Not heraus
geboren wurde. Eigentlich ist es aber auch egal, da es stimmig
gelöst wurde.
Ein Hörspiel, das in nahezu allen Belangen überzeugen
kann, aber vor allem mit der guten und originellen Geschichte punktet.
Hier lohnt sich das Einschalten!
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