sowie Klaus Herm, Vladimir Pavic, Sandra Borgmann, Gerd
Baltus,
Peter Weiß, Michael Prelle, Peter Fricke, Teresa Harder,
Friederike Kempter, Jürgen Uter, Konstantin Graudus, Hans
Löw, Felix Knopp, Michael Griem, Hendrick Heutmann, Thor W.
Müller, Wolf Frass und andere
Inhalt:
Die Welt will betrogen sein und Felix Krull -
genialer
Hochstapler, eloquenter Charmeur und Liebling der Frauen -
betrügt
sie: elegant und raffiniert. Bereits in seiner Kindheit simuliert der
Sohn eines bankrotten Sektfabrikanten erfolgreich, um dem Schulbesuch
zu entgehen. Kleine Diebstähle, frühe erotische
Abenteuer und
seine schauspielerische Meisterleistung, um dem Militärdienst
zu
entgehen, sind erst der Auftakt seiner kriminellen Karriere. Sie
erhält in einem Grand Hotel in Paris ihren Feinschliff und
wird
schließlich durch den Rollentausch mit einem liebeskranken
Hotelgast, einem echten Marquis, gekrönt. Mit dessen Namen,
Papieren und seinem Vermögen ausgestattet, begibt sich Felix
auf
Weltreise.
An seinem unterhaltsamen Schelmenroman, der 1954 erschien und
unvollendet blieb, hatte Thomas Mann seit 1910 mit Unterbrechungen
gearbeitet. Er blieb das populärste Werk des Schriftstellers.
Thomas Mann, 1875 in Lübeck geboren, erhielt 1929 den
Nobelpreis für Literatur. 1933 wurde er zur Emigration
gezwungen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen u.a.: "Die
Buddenbrooks" (1901) und "Der Zauberberg" (1924). Er verstarb 1955 in
Zürich
Bemerkungen:
Mit den
"Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull" wagt sich der NDR, bzw.
Sven Stricker an die Umsetzung dieses unvollendeten Werks von Thomas
Mann. Dieser biografische Rückblick in Form des Schelmenromans
bekommt in Sven Strickers Umsetzung den passenden lockeren Unterton. Es
gelingt aber, inhaltlich und sprachlich dicht an der Vorlage zu
bleiben, was dieses Hörspiel zu einer adäquaten
Umsetzung des Werkes macht.
Mit der im Genre unverbrauchten Stimme Barnaby Metschurats ist ein
Glücksgriff gelungen. Er agiert in seiner Rolle als Felix
Krull erstklassig. Alle Facetten, die diese Rolle verlangt, sind in der
Darstellung gelungen. Seine Performance ist ein Grundstein für
diese Produktion.
Durch die Darstellung in Episoden verkommen nahezu allen weiteren
Rollen zu reinen Nebenrollen. Dennoch hat man diese
hochkarätig besetzt, was sich in der Sprecherleistung
insgesamt auch sehr positiv niederschlägt. In diesem Punkt ist
diese Produktion wirklich eine "Ohrenweide".
Für die musikalische Begleitung des Stückes zeichnet
sich, wie bei Hörspielen von Sven Stricker
gewohnt, Jan-Peter Pflug verantwortlich. Er schafft mit den
eingesetzten Stücken, nicht nur eine glaubwürdige
Szenerie der Handlungszeit, sondern sorgt auch für eine
stimmungsvolle Untermalung der jeweiligen Sequenzen.
Wieder einmal eine gelungene Produktion vom Team um Sven Stricker. Es
ist ihm gelungen, eine sehr würdige und hörbare
Umsetzung des letzten Werkes Thomas Manns zu erstellen.