| Die Bombe kam vom Weihnachtsmann Von Jack Pearl Bearbeitung und Regie: Lilian Westphal BR 1977 57 Min. Chefinspektor: Otto Stern Capitain A. Bender: Günther Sauer Capitain L. Canelli: Harald Leipnitz Benders Sekretärin: Inge Schulz Sam Darby: Thomas Piper Lieutenant Friedman: Reinhard Glemnitz Randy Miller: Klaus Löwitsch Charlie Brown: Wolfgang Hess Cissy: Jessica Früh Susan Evans: Ute Mora Donnie: Florian Halm Telefonfräulein: Katharina de Bruyn Möbelpacker: Alexander Malachovsky Polizist: Ulrich Popp Lee Heath: Gernot Duda Otto Lacey: Otto Kurth Mr. Wrexier: Michael Cramer Molly Sykes: Barbara Witow Jürgen von Pawels In New York häufen sich Bombenanschläge einer militanten Gruppe - immer an Feiertagen und immer in leeren Gebäuden. Beim letzten Anschlag zu Thanksgiving waren allerdings zum Ladenschluss noch Leute im Kino. Nachweisen konnte man Randy Miller und seinen Leuten trotzdem nichts. Jetzt jedoch steht Weihnachten vor der Tür und die Polizei Kopf. Und der eingeschmuggelte V-Mann meldet, dass in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember die nächste Bombe hochgehen soll, und das ausgerechnet im riesigen Kaufhaus Macy's. Der Zugriff der Cops gerät zum Desaster, und der freundliche Kaufhaus-Santa hat das Paket mit der Bombe schon an den kleinen Donnie verschenkt. Wo, um Himmels willen, steckt der Junge? Jack Pearl, amerikanischer Schriftsteller, hat seit seinem erfolgreichen Roman ›Stockade‹ (1964) zahlreiche Kurzgeschichten und Fernsehspiele veröffentlicht. Bemerkungen: Der permanten Streit zwischen Schwarz und Weiß zeigt in New York militante Auswüchse. Eine Bande von Bombenlegern terrorisiert die Stadt. Die Polizei ist Ihnen auf den Fersen, doch die Beweise fehlen. Da mislingt ein Anschlag, denn die Bombe verschwindet unter Weihnachtsgeschenken, die der Kaufhausweihnachtsmann an die Kinder verteilt. Irgendwo in der Stadt tickt nun eine Bombe, die irgendwann an Weihnachten explodieren wird. Der spannende Thriller lebt natürlich zu großen Teilen von der Hetzjagd nach der Bombe. Aber es geht auch weit darüberhinaus. Die gerne gestellte Frage, ob das "Recht" immer gerecht ist, wird hier ebenso Thema, wie auch die, nach den moralischen Grundsätzen von Verbrechern. Dies belastet auch das Finale, das über das Problem mit der Bombe hinausgeht. Die Geschichte bekommt hier einen Beigeschmack, der der Sehnsucht nach einem Happy End etwas entgegensteht. Die Produktion stammt aus den goldenen Krimijahren beim BR. Ensemble und Inszenierung sind ebensogut, wie es die Papierform vermuten lässt. Ein guter, spannender Krimi mit einem Finale mit "Beigeschmack" - Das mag den einen oder anderen harmoniesuchenden Hörer etwas betrüben, es sorgt aber dafür, dass einen diese Produktion nicht so schnell loslässt. Meine Wertung: + + + + |
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