| Die Dame im Nebel von Lester Powell ![]() a. d. Englischen von Marianne de Barde Musik: Manfred Minich Regie: Albert C. Weiland SR 1956 Länge: 176 Min. Mit: Philip Odell: Albert C. Weiland Heather McMara: Brigitte Dryander Günther Stutz, Theo Schulte, Christa Adomeit, Susanne Heym, Bernd Hellmann, Gert Grellmann, Ernst Kösling, Ingeborg Fries, Nestor Xaidis, Herbert Temme, Ingeborg Schweig, Gert Berger, Helmut Pönicke, Otto Düben, Lothar Rollauer, Karl Supper, Kurt Roennecke, Klaus Greinke, Heinz Göricke, Eileen Leibbrand, Harry Naumann, u.a. Posaune: Karl Eiden, Walter Fritz Trompete: Willi Thorn Aus einem Rendezvous mit der hübschen Heather McMara wird für den ehemaligen Abwehrattaché Philip Odell plötzlich ein Fall: Heathers Bruder Ricky McMara wurde tot aus der Themse gefischt. Im Gegensatz zur Polizei glaubt Heather weder an Unfall noch an Selbstmord. Sie bittet Odell, ihr bei der Aufklärung zu helfen. Odell, als alter Geheimdienstler ein gewiefter Draufgänger, lässt sich auf das Abenteuer ein. Drei weitere Morde geschehen während seiner Ermittlungen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei eine geheimnisvolle „Dame im Nerz“. Ein Sumpf tut sich auf und mit ihm die klassischen Krimizutaten: Erpressung, alte vertuschte Geschichten, Rache und der (nicht nur metaphorische) Londoner Nebel. Privatdetektiv Philipp Odell hat herausgefunden, dass ein Mr. Hampton und ein Mr. Soroby Schlüsselrollen in dem Fall spielen. Beide werden erpresst. Odell begibt sich auf die Suche nach Soroby. Aber da taucht sie wieder auf, die Dame, der er auf der Spur ist, die Dame im Nerz. Mit Hilfe ihres Bodyguards kidnappt sie Odell und lässt ihn in eine Nervenklinik einliefern. Er kann entfliehen, steht aber nun ganz oben auf Inspektor Rigbys Liste der Tatverdächtigen. Nach einem hochnotpeinlichen Verhör durch Inspektor Rigby bleibt Odell zwar auf freiem Fuß, muss sich aber eingestehen, dass er für die Ergebnisse seiner Ermittlungen keinerlei Beweise hat. Wenn Zeugen ihm widersprächen, könnte es ihm an den Kragen gehen. Der Inspektor entlässt ihn mit der Auflage, jederzeit erreichbar zu sein. Auf eigene Faust ermittelt Odell weiter, wieder kreuzt die Dame im Nerz seinen Weg. Aber mit einer Sherlock Holmes würdigen, spitzfindigen Deduktion gelingt es Odell, das Knäuel von Hinweisen, Mutmaßungen und Verdächtigungen zu entwirren und die Intrige um tödliche Eifersucht, Rache und schmutzige Geschäfte aufzuklären - so wie man es vom Helden in einem Radiokrimi der 50er Jahre auch erwarten kann. Lester Powell, 1935-38 Staff Writer für die Rock Film Studios, dann Reporter für diverse Zeitungen und BBC Overseas Services; 1945-47 als Informationsoffizier der UNRRA in Deutschland, seitdem freier Autor. Zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen, Romane und mehr als 30 Hörspiele, darunter etliche Serien der `Damenkrimis´ mit Philip Odell, die der SR ab 1956 produzierte. Vier dieser Produktionen sind als Hörbücher erschienen. |
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| Bemerkungen: Die Geschichten um den Detektiv Philip Odell gehören zu den großen traditionellen Radiokrimis, ebenso wie Paul Temple oder Paul Cox. Auch wenn er vielleicht der am wenigsten Bekannte unter den Dreien ist, so halten ihn doch einige Hörer für den Besten der drei. Das Konzept ähnelt dem von Paul Temple: Ein englischer Detektiv ermittlet - begleitet von einer holden Schönheit - in einzelnen Episoden. Besonders ist bei Odell, dass immer eine "Dame" im Mittelpunkt des Interesses steht. Hier ist es die "Dame im Nebel", eine Frau, die irgendwie mit dem Tod des Bruders von Heather McNara verknüpft zu sein scheint. Odell verzichtet auf eine geplante Reise und ermittelt. Von da an beginnt eine typische, aber spannende und unterhaltsame Reise ins Radiohörspielarchiv. Schön ist, dass die letztiche Lösung, wer den Mord an Ricky begangen hat, tatsächlich auch für den Hörer nachvollziehbar gestaltet wird. Es darf also diesbezüglich mitgeraten werden! Viel vom "guten alten" Flair dieser Produktionen wird auch hier transportiert. Angefangen bei der sehr stimmigen Musikbegleitung über die - aus heutiger Sicht - eher simplen Geräuschuntermalung bis hin zu den wirklich guten Leistungen der Sprecher. Die kleinen Mängel, die die Produktion hat sind eher liebenswert, denn wirklich störend. Ob es das permanente "Allright" ist, dass an gefühlt jedem zehnten Satz hängt, oder die zum Teil sehr merkwürdige und inkosequente Aussprache englischer Begriffe oder Namen, es unterstreicht nur den Charme dieser Produktion. So bleibt hier gar nicht viel anderes übrig, als "Die Dame im Nebel" zu empfehlen. Nicht nur Freunde des "guten alten Radiohörspiels" dürften hieran ihre Freude haben. |
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| Meine Wertung: + + + + | ||
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