| Die Frau im Netz Von Matthias Wittekindt Musik: Frank Merfort Regie: Wolfgang Rindfleisch ![]() DLR 2009 53 Min. Mobly: Henrik Arnst Skinner: Horst Lebinsky Sissi: Heidrun Bartholomäus Ludger: Hansjürgen Hürrig Gerichtsmediziner: Martin Seifert Jochen: Udo Kroschwald Gerd: Stefan Konarske Eva: Jennipher Antoni Kapitän: Roland Hemmo sowie Yannick Lazai, Dirk Wäger, Marie Gruber ![]() Udo Kroschwald, Hansjürgen Hürrig ![]() Stefan Konarske ![]() Yannick Lazai Fotos: © Deutschlandradio/Sandro Most Die zwei Kriminalbeamten Mobly und Skinner werden zu einem Fall in ihr Heimatdorf an der Nordsee gerufen. Eine tote Frau treibt draußen auf dem Meer, doch niemand weiß, wer sie ist. Auch die Todesursache ist unklar. Gerüchte kursieren im Dorf: Jochen, der mysteriöse Barkassenführer soll der Mörder sein. Dann taucht plötzlich noch eine weitere Leiche auf. Und was hat Ludger, der Besitzer der örtlichen Salatfarm, mit dem Fall zu tun? Mobly und Skinner lassen sich nicht beirren und nähern sich mit Hilfe der hübschen Journalistin Eva der Lösung des Falles. Matthias Wittekindt, geboren 1958 in Bonn, arbeitete als Architekt, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Lebt in Berlin, schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Romane und Hörspiele. Deutschlandradio produzierte "Der Dialog des Architekten" (1995), "Stilles Essen großer Stücke" (2000). 2006 wurde er für "Das Lewskow-Manuscript" (NDR 2005) mit dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet. Bemerkungen: Die nahezu monatlich erscheinenden Krimiursendungen des DLR Kultur überzeugen mit einer konstant guten Qualität. Stets gehörten hier in den letzten Monaten durchdachte, interessante und gut produzierte Hörspiele zum Standard. Auch "Die Frau im Netz" ist ein gelungen inszenierter und vom Ambiente interessanter Krimi. Allerdings lässt der Fall an sich etwas zu wünschen übrig. Er ist zwar interessant, allerdings etwas unspektakulär. Das wäre nicht weiter schlimm, aber leider weißt er auch ein paar Unschönheiten auf. Zum einen gibt es ein paar kleine logische Löcher, ein paar Unglaubwürdigkeiten und zudem noch offene, ungeklärte Punkte. In der Summe ist das leider etwas zu viel, um diesen Krimi als gelungen zu bezeichnen. Da kann auch die ordentliche Inszenierung nicht mehr viel retten. Die Rückkehr der beiden Ermittler in ihr Heimatdorf wird akustisch sehr hörenswert in Szene gesetzt. Dazu gibt es ein sehr hörenswertes Ensemble, das mit vielen frischen, unverbrauchten Stimmen überzeugt. Es ist wirklich schade, dieses Hörspiel beginnt so gut in einer sehr hörenswerten norddeutschen Kulisse, so dass man sich hier eigentlich auf einen unterhaltsamen Krimi freuen dürfte. Allerdings ist der Fall in seiner Lösung nicht standfest genug und bleibt mit zahlreichen kleinen Fehlern behaftet, die eigentlich so nicht vorkommen sollten. Insofern kann ich hier leider nur eine sehr bedingte Empfehlung aussprechen. Meine Wertung: + / - |
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