Die geheimnisvolle Minusch
  Autor: Annie M. G. Schmidt
  Produktion: SWR 2004
  Regie: Oliver Sturm
  Bearbeitung: Andrea Otte
  Musik: Henrik Albrecht
 

Mitwirkende:

Kathrin Angerer, Jona Mues, Heinrich Giskes, Klaus Barner, Irm Hermann, Astrid Fünderich u.a.

Inhalt:

Sie liebt Hering, schläft in Pappkartons, reibt ihren Kopf an fremden Ärmeln - und wenn sie sich besonders wohl fühlt, schnurrt sie. Somit ist diese merkwürdige junge Frau ein gefundenes Fressen für den Reporter Tibbe, denn der steht vor einem echten Problem. Er muss unbedingt eine brandneue Story finden, ansonsten ist er seinen Job los. Schon seltsam: Plötzlich klettert die Frau schnell wie eine Katze einen Baum hoch - aus Angst vor einem Hund! Tibbe erfährt, sie heißt Minusch. Und sie behauptet, einst eine Katze gewesen zu sein. Außerdem versteht sie die Katzensprache. Und so kann Minusch Tibbe helfen, indem sie einen regelrechten Katzennachrichtendienst aufbaut. Und als die Katze Schluderpuss geschlagen wird, wissen die Katzen genau, wer der Übeltäter ist. Aber Katzen sind keine ernstzunehmenden Zeugen und so kann Tibbe nicht einfach über das Verbrechen schreiben. Aber wie kann man die Tat beweisen? Und kann Minusch wieder eine Katze sein?

Die Hörspielbearbeitung wurde ausgezeichnet mit dem MDR-Kinderhörspielpreis 2006.


Annie M. G. Schmidt geboren 1911 in Kapelle/Zeeland, lebte in den Niederlanden und Südfrankreich. Sie gilt weltweit als eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen. Viele ihrer Bücher wurden ins Deutsche übersetzt, auch "Die geheimnisvolle Minusch" (1970). Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet: "Constantijn-Huygens-Preis" (1987), "Hans-Christian- Andersen-Preis" (1988). Annie M. G. Schmidt wählte in der Nacht nach ihrem 84. Geburtstag, am 21. Mai 1995, den Freitod.

Bemerkungen:

Auch wieder eines der Hörspiele, die von der Zeit überholt, bzw. von der Konkurrenz überholt wurden. Die Vorlage war im Jahr ihres Erscheinens sicherlich eine sehr originelle Geschichte. Sie funktioniert, wie viele Kindergeschichten eben funktionieren und ähnelt doch sehr den wiederkehrenden Handlungen einer Bibi Blocksberg oder eines Benjamin Blümchens doch sehr.
Von daher wirkt das Hörspiele heute nicht wirklich frisch und kann daher kaum noch überraschen.

Das Hörspiel stammt allerdings nicht aus der Zeit der Vorlage, sondern ist noch recht jung. Da muss man sich dann doch die Frage stellen, ob es Sinn macht, eine inhaltlich schöne, aber eben mittlerweile unoriginelle Geschichte nochmals zu produzieren?

Die Geschichte hat zwar wirklich schöne Details und Ideen, die absolut hörenswert sind, dennoch bleibt der Gesamteindruck aus heutiger Sicht ein wenig getrübt.

 

 

Meine Wertung: + +

 

 

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