Die Geschichte vom Franz Biberkopf
Autor: Alfred Döblin
Produktion: SWR / BR / rbb / Patmos 2007
Regie: Kai Grehn
Musik: Tarwater, Kai-Uwe Kohlschmidt
Dauer: 82 Min.

Mitwirkende:

Franz Biberkopf / Hiob: Andreas Leupold
Bild: SWR/RBB/Hanna Lippmann

Reinhold: Andreas Schmidt
Mieze: Jule Böwe
Bild: SWR/RBB/Hanna Lippmann

Eva: Astrid Meyerfeldt
Sprecher: Otto Mellies
Stimme / Tod: Arta Adler
Hoppegartner / Einer / 2. Stimme: Dieter Mann
Zweiter / 1. Stimme: Florian Martens
Pums: Milan Peschel
Meck: Sven Plate
Lüders: Detlef Bierstedt
Klempnerkarl: Till Hagen
Richter: Rolf Zacher
Cilly: Maria Kwiatkowsky

Brigitte Grothum, Tilla Kratochwil, Bernd Stegemann, Klaus Herm, Jörg Steinberg, Leo Vornberger, Sonja Hermann, Kai-Uwe Kohlschmidt, Musa Kohlschmidt, Venke Decker, Kai Grehn

Die Berliner Schriftsteller: Thomas Brussig, Tanja Dückers, Judith Hermann, Johannes Jansen, Katja Lange-Müller, Steffen Mensching, Torsten Schulz

Bild: SWR/RBB/Hanna Lippmann
Berliner Autoren in kleinen Rollen v.li.n.re.: Tanja Dückers, Thomas Brussig, Katja Lange-Müller, Torsten Schulz, Johannes Jansen und Steffen Mensching - eine Referenz an den großen Schriftstellerkollegen.

Gastmusiker an der Glasharfe: Dan Pelleg, Marko E. Weigert

Bild: SWR/RBB/Hanna Lippmann
v.li.n.re.: Andreas Leupold, Andreas Schmidt, Milan Peschel.


Bilder: SWR/RBB/Hanna Lippmann

Inhalt:

Franz Biberkopf, früher Zement- und Transportarbeiter, will nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein anständiger Mensch werden. So steht er auf dem Alexanderplatz des alten Berlin und betreibt seine kleinen Handelsgeschäfte.
Anfangs geht alles gut, aber die Zeiten sind schlecht. Biberkopf hat nicht nur mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern wird in einen regelrechten Kampf verwickelt mit etwas, das von außen kommt, das unberechenbar ist und wie ein Schicksal aussieht.
"Mein Denken und Arbeiten geistiger Art gehört, ob ausgesprochen oder nicht ausgesprochen, zu Berlin. ... in diesem großen, nüchternen, strengen Berlin bin ich aufgewachsen, dies ist der Mutterboden, dieses Steinmeer, der Mutterboden aller meiner Gedanken", schrieb Döblin um 1930, nachdem sein Roman Berlin Alexanderplatz erschienen war.
1929 setzte er sich in einem Vortrag mit der Frage der "Möglichkeit eines Eintritts von Literatur in den Rundfunk" auseinander. Döblin erprobte diese Möglichkeit mit einer Hörspielfassung seines Romans, die er ganz auf das Schicksal der Hauptfigur reduzierte. Die Sendung des Hörspiels jedoch wurde kurzfristig aus dem Programm genommen - Döblins Begründung lautete, vieles sei "im Funkhaus kaum darzustellen".

77 Jahre später wird das Originalhörspielmanuskript erstmals ohne jede Kürzung in Szene gesetzt. Kai Grehn in seiner Inszenierung die Faszination des Autors für das Medium Radio auf. Mit den technischen und stilistischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts bringt er zu Gehör, was Döblin in seinem Hörspielmanuskript als radiophone Spielflächen angelegt hatte. Originaltöne von den Romanschauplätzen und Geräusche des heutigen Berlin werden zur Basis einer Großstadtmusik, die den Takt für Grehns Interpretation des Stoffes vorgibt und "Die Geschichte vom Franz Biberkopf" ins Heute und Hier verlegt.
Als Hommage an den großen Schriftsteller Alfred Döblin treten die Berliner Schriftsteller Thomas Brussig, Tanja Dückers, Judith Hermann, Johannes Jansen, Katja Lange-Müller, Steffen Mensching und Torsten Schulz als Stimmen im Hintergrund auf.
Bemerkungen:

 

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