| Die
Gräfin Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin |
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Autor: |
Maurice Leblanc |
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Produktion: |
SWR 2008 / DAV |
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Regie: |
Stefan Hilsbecher |
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Bearbeitung: |
Sabine Grimkowski |
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Musik: |
Helena Rüegg |
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Länge: |
Teil 1: 69 Min.
Teil 2: 70 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Rüdiger Vogler
Arsène Lupin: Samuel Weiss
Gräfin von Cagliostro:
Christiane Leuchtmann-Korff
Clarisse d'Etigues: Chris Pichler
Baron d'Etigues: Bertold Toetzke
Graf de Bennetot: Wolfgang Condrus
Beaumagnan: Hans-Peter Hallwachs |
Inhalt: |
Hätten Don Juan und Robin Hood einen
gemeinsamen Sohn, er hieße Arsène Lupin. Denn der
charmante Meisterdieb ist nicht nur ein Frauenheld, sondern auch ein
anarchistischer Sozialrebell: Auf seinen Beutezügen raubt er
nur genau die Reichen aus, die sich ihr Geld selber auch ergaunert
haben. Niemand kann ihn schnappen, denn er ist ein Meister der
Verwandlung: "Ich habe mir gedacht", sagt Arsène Lupin,
"dass derjenige, der eines Tages die Ehre haben würde, sich
Arsène Lupin zu nennen, den gewöhnlichen Gesetzen
der Erscheinung und Identität nicht unterworfen sein
dürfe." Trotz seiner mangelnden Wiedererkennbarkeit
gehört er wie Sherlock Holmes, Pater Brown oder Kommissar
Maigret zu den klassischen Detektivgestalten der Weltliteratur.
Im Erstling "Die Gräfin Cagliostro" erzählt Leblanc
aus Lupins frühen Jahren. Der junge Arsène ist
gerade frisch verlobt, da muss er sich plötzlich den
Versuchungen von Liebe und Magie stellen, verkörpert durch
Joséphine Balsamo, bekannt auch als Pellegrini, die vorgibt,
die Tochter des berüchtigten Grafen Cagliostro zu sein.
Zufällig erfährt Lupin, dass sie hingerichtet werden
soll. Er rettet die schöne Dame vor ihren
blutrünstigen Verfolgern und verfällt ihr sofort.
Doch Lupin gerät in eine gefährliche Liebschaft: Das
schöne Äußere der Gräfin
täuscht. Er wird zum Komplizen einer Femme fatale, die kein
anderes Ziel hat, als den sagenumwobenen "Leuchter mit den sieben
Armen", einen Mönchsschatz, der zu einem verborgenen
Edelsteinlager führen soll, an sich zu reißen. Ein
Schatz, für den sie auch liebend gern über Leichen
geht.
Zum Glück lassen sich Lupins moralische Prinzipien auch von
der schönsten Frau nicht ganz über Bord werfen. Auch
wenn er vor keinem ehrenwerten Verbrechen zurückscheut, ist er
nicht bereit, auch nur einen Unschuldigen zu Schaden kommen zu lassen.
Aber er muss seinen Humor, seine 2Muskeln aus Stahl" und vor allem sein
"erstklassiges Gehirn" ordentlich anstrengen, bevor er seine dunkle
Geliebte bezwingen kann. |
Bemerkungen:
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Es ist noch nicht allzu lange her, da habe ich
der schönen Tradition des Radiokrimisommers nachgetrauert. Da
hat man sich in einer Gemeinschaftsproduktion einen Krimiserienhelden
herausgepickt und einige seiner Fälle als Hörspiel
bearbeitet.
In 2008 kehrt die Idee nun beim SWR zurück. Er produziert -
leider nur - zwei Fälle aus der Feder von Maurice Leblanc, die
sich mit den Abenteuern des Arséne Lupin befassen. Immerhin
sind aber beides zweiteilige Hörspiele mit einer Laufzeit von
je rund 140 Min.
Der erste Fall beschäftigt sich mit dem ersten
großen Abenteuer des Arséne Lupins, der eine
folgenschwere Liebschaft mit der Gräfin von Cagliostro
eingeht, die sich bald zu einer sehr ernsten Rivalität
ändert.
Sabine Grimkowski hat den Roman, der von Erika Bühr ins
Deutsche übersetzt wurde, für den Funk bearbeitet.
Zunächst fällt hier ein ziemlich breit angelegter
Erzählpart auf, der dem Ganzen eher den Anstrich einer
szenischen Lesung, denn eines Hörspiels gibt. Das passt
allerdings wunderbar zur Atmosphäre des Abenteuers, denn so
bleibt man deutlich näher an der Erzählung.
Rüdiger Vogler löst diese große Aufgabe
sehr gut und sorgt dafür, dass man in die Geschichte wirklich
gut abtauchen kann. Je länger man der Geschichte lauscht,
desto mehr packt sie. Leblanc erzählt hier eine wirklich sehr
gute Abenteuergeschichte, die alles enthält, was eine solche
ausmacht. Dramatik, Spannung, Humor, Romantik….
Auch Samuell Weiss und Christiane Leuchtmann wissen in ihren
Hauptrollen zu überzeugen und auch bei den sonstigen Rollen,
gibt es kaum Grund zur Klage. Wenngleich man hier nicht - sieht man mal
von Hallwachs und Condrus ab - die nicht ganz so großen
Sprechernamen versammelt hat, die Leistung stimmt und die Besetzung
passt jeweils sehr gut zu den Figuren.
Wer sich mal wieder ein schönes langes und spannendes
Krimiabenteuer erzählen lassen möchte, der darf hier
gerne mal das Radio einschalten.
Die Kaufversion wird beim DAV erscheinen und ab 25.07.2008 im Handel
erhältlich sein. |
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