| Autor/in: |
Patricia Highsmith
|
| Regie: |
Wolfgang Stendar
|
| Bearbeitung: |
Wolfgang Stendar
|
| Übersetzung: |
Anne Uhde
|
Produktion:
Dauer:
|
ORF 1991
41 Min.
|
| Mit: |
Wolfgang Stendar (Erzähler)
Dietlindt Haug (Mrs. Christianson)
Sara Capretti (Lucille Smith)
Simon Jaklitsch (Nikki)
Bettina Erath (Héloise)
Marlene Vetter (Lisabeth Jenkins)
Helmut Kasimir (Psychiater)
|
| Inhalt: |
Als
Lucille Smith am Morgen in der Zeitung die Anzeige liest "Kindermädchen
gesucht", da weiß sie, daß dies die letzte Chance ist, mit allem was
bisher war, Schluß zu machen und ein völlig neues Leben zu beginnen.
Und als sie sich bei der betreffenden Familie vorstellt, die
liebenswürdige Hausherrin kennenlernt, die Kinder, die frei und offen
zu ihr aufsehen, ohne Mißtrauen und ohne Feindseligkeit, da kann
Lucille die Augen nicht von ihnen wenden: Das sind die idealen Kinder
in einem idealen Haus... Und erneut beginnt in Lucille etwas zu glühen,
ein neues Verhängnis bricht sich Bahn.
|
| Bemerkungen: |
Das Hörspiel folgt einer recht typischen
Highsmith-Geschichte. Das hat den Vorteil, dass sie spannend, dicht und
bitterböse ist, aber auch den Nachteil, dass man, wenn man
Geschichten der Autorin kennt, schnell weiß, in welche Richtung
der Hase läuft. Aber selbst das stört nur wenig, da man sich
auch in diesem Fall der Spannung kaum entziehen kann.
Dem kommt auch entgegen, dass man hier nicht zwanghaft in die
Länge geht, sondern kurz und knapp erzählt. 40 Minuten
Nettospielzeit reichen hier vollkommen aus, um der Vorlage gerecht zu
werden.
Wolfgang Stendar sorgt als Erzähler dafür, dass die Bindung
zwischen Hörer und Geschichte gut funktioniert. Da die Bearbeitung
sich sehr dicht an die Vorlage hält, ist sein Part ziemlich
umfassend. Dazu gesellt sich Sara Capretti, die die Rolle der Lucille
wirklich perfekt umsetzt.
Manchmal kann es so einfach sein. Eine gute Geschichte, vorgetragen von
charismatischen Sprechern - das reicht durchaus, um eine wirklich
hörenswerte Produktion zu schaffen.
Meine
Wertung: + + + + |
|