Die Insel der blauen Kapuzen
  Autor: Wolfgang Ecke
  Produktion: BR 1968
Regie: Jan Alverdes
Länge: 113 Min.
 

Mitwirkende:

Wolfgang Büttner, Erik Schumann, Thomas Brandner, Robert Michal, Hans Baur, Johanna Kerschner, Dietrich Thoms, Karl Hanft, Anton Reimer, Christine Ostermayer, Alois Maria Giani, Jürgen Arndt, Herbert Bötticher, Gusti Kreissl, Daniela Fischer, Josef Manoth, Hans Cossy, Sigfrit Steiner, Rudolf Neumann, Alexander Malachovsky, Peter Michal, Stefan Wille

Inhalt:

Anstatt in Urlaub zu fahren, reist der berühmte Kaufhausdetektiv Perry Clifton im Auftrag einer Versicherung auf die kleine Insel Turny. Hier jedoch scheint die Spur nach den verschollenen, wertvollen Frachtsendungen im Sand zu verlaufen. Oder hat es einen Grund, dass sich der Kapitän der kleinen Fähre so eigenartig benimmt?
Und weshalb ist sein Sohn Gary plötzlich verreist? Was für eine Rolle spielt der eigenbrötlerische Professor Mallory und was steckt hinter dem Fest der blauen Kapuzen?


Wolfgang Ecke wurde 1927 in Sachsen geboren und lebte zuletzt in Murnau/Staffelsee. Bekannt wurde er durch mehr als 600 Hörspiele. Er schrieb für alle ard-Anstalten, besonders beliebt waren seine Kinderkrimis. Zu seinem Gesamtwerk gehören ca. 50 Bücher. Er starb 1983 an den Folgen eines Unfalls.

Bemerkungen:
Dieser Fall von Perry Clifton unterscheidet sich schon ein wenig von den anderen Abenteuern des Warenhausdetektivs. Das liegt zum großen Teil daran, dass hier Dickie Miller in eine deutliche Nebenrolle gedrängt wird. Dadurch fehlt Clifton der übliche Dialogpartner. Dieser wird hier ein wenig durch den Ermittler Forrester aufgefangen, der aber dies vom Umfang des Einsatzes nicht ganz auffangen kann.

Der Plot selbst ist ein netter, recht typischer Wolfgang-Ecke-Krimi, der einem gern verwandten Schema folgt. Ein Verbrechen bekommt durch eine interessante Beigabe (Hier die "blauen Kapuzen") eine ordentlich mysteriöse Note.
Das Hörspiel beißt sich ein wenig in der Szenerie fest und schleppt sich zunächst etwas durch die ersten Teile. Belohnt wird der ausdauernde Hörer dann aber mit einem gelungenen Finale.

Die Kulisse ist sehr ansprechend dargestellt. Dem BR und dem Team um Jan Alverdes ist hier eine adäquate Inszenierung der Vorlage gelungen, die das Flair des Handlungsortes gut transportiert.

Die Sprecher sind solide. Es fehlt leider ein wenig das Besondere in der Besetzung; das Ensemble agiert etwas leidenschaftsloser, als man es bei vergleichbaren Inszenierungen gewohnt ist. Das wertet das Hörspiel zwar nicht besonders ab, etwas mehr Temperament hätte dem Ganzen aber sicherlich gut getan.


Vielleicht nicht die stärkste, aber immer noch eine gute Produktion mit dem Protagonist Perry Clifton, die ich nicht nur ausgewiesenen Fans des Ecke-Detektivs ans Herz legen kann.
Meine Wertung: + + + 
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