Die Kopiererin
  Autor: Christian Scholz
  Produktion: WDR 2009
  Regie: Christoph Pragua
Länge: 49 Min.
 

Mitwirkende:

Franziska Petry und Ulrich Noethen

Inhalt:

Der Uhrenmacher Schnellmann hat eine Leidenschaft dafür, alle persönlichen Dokumente und Papiere seines Lebens kopieren zu lassen. Doch niemand wird dieser Leidenschaft so gut gerecht wie die Kopiererin Helena. Fasziniert von ihrer Jugendlichkeit, ihrer Art, die Technik zu bedienen, sucht er sie zu diesem Zweck beinahe täglich in dem Kopierladen auf, in dem sie angestellt ist. Natürlich entsteht zwischen den beiden bald eine ganz besondere Beziehung – doch wem oder welchem Ziel das jeweilige Interesse gilt, bleibt stets in der Schwebe.

Christian Scholz, 1951 in Stockholm geboren, ist Autor und Fotograf. Er veröffentlichte u. a. „Schweizer Wörter“ und „Wörterland“ sowie die Radioarbeit „Aber es war das einzige Bild meiner Eltern, das ich besaß – Franz Kafka und der Roman ‚Der Verschollene’“. Der WDR sendete von ihm im letzten Jahr zum 125. Geburtstag von Franz Kafka den Monolog „Mein Sohn“. Christian Scholz lebt in Zürich.

Bemerkungen:

So ganz erschließt sich mir der Sinn dieses Hörspiels nicht. Die Geschichte, die hier aus Sicht von Helena sowie von Schnellmann geschildert wird, ist eine Beschreibung des Wachsens ihrer Beziehung zueinander. Mehr als diese etwas schräge Beschreibung erlebt der Hörer hier aber nicht.
So ist "Die Kopiererin" nur für denjenigen interessant, der Spaß an dieser Art der Beschreibung hat und auf ein Aha-Erlebnis weitestgehend verzichten kann.

Die Umsetzung kann man hier kaum werten. Ulrich Noethen und Franziska Petry agieren hier als Erzähler, so dass ein wirkliches Spiel kaum aufkommt.

Die Produktion bietet mir persönlich deutlich zu wenig, um tatsächlich zu gefallen. Insbesondere die substanzlose und nur formal literarisch wertvolle Geschichte, erreichte mich nie wirklich.
Meine Wertung: 
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