| Charles Dickens: Die
Lebensgeschichte, Abenteuer, Erfahrungen und Beobachtungen David
Copperfields Hörspiel nach Charles Dickens Aus dem Englischen von Gustav Meyrink Bearbeitung: Annette Berger Regie: Annette Berger Musik: Sabine Worthmann hr 2006 250 Min. ![]() David Copperfield - Markus Meyer David als Kind - Wolf-Niklas Schykowski Miss Betsey - Ingrid Andree Mrs. Copperfield - Sunnyi Melles Mr. Chilipp - Christoph Quest Murdstone - Dietmar Mues Pegotty - Dagmar Laurens Mrs. Gummidge - Sylvia Heid Emily als Kind - Clara Breuer Miss M (Murdstones Schwester) - Veronika Bayer Creakle - Volkert Kraeft Mrs. Creakle - Corinna Schnabel Traddles als Kind - Jakob Assheuer Mell - Christoph Zapatka Steerforth als Kind - Thomas Hatzmann Priester - Hartmut Volle Barkis - Günter Kasch Mr. Pegotty - Wilfried Dziallas Ham - Erkki Hopf Als 1849 die erste Folge von David Copperfield erschien, war Charles Dickens ein weltweit erfolgreicher Autor, berühmt geworden durch seine Fortsetzungsromane, die in monatlichen „Shilling Numbers“ von fliegenden Händlern vertrieben wurden. Freunde hatten ihn abschätzig vor dieser „minderwertigen, billigen Veröffentlichungsform“ gewarnt, mit der er bald alle seine literarischen Hoffnungen begraben könne. Aber Dickens, durch seine journalistischen Anfänge ein geübter Beobachter und rascher Schreiber, blieb dabei, sich als ein Unterhaltungsschriftsteller zu etablieren. Noch während des Schreibprozesses ging er auf Wünsche des Publikums ein und gab gelegentlich dem Fluss der Erzählung eine gänzlich andere Wendung, wenn die letzte Folge oder der Charakter einer Figur beim Publikum keinen Anklang fand und die Auflage sank. Bei der Planung von „David Copperfield“ entschied Dickens sich zum ersten Mal für ein erzählendes Ich. Kurz zuvor war er mit einer Autobiographie gescheitert und hatte die Anfänge dazu ins Feuer geworfen, jetzt, mit einem fiktiven Ich – dessen Namensinitialen seinen eigenen entsprechen – ist er an biographische Genauigkeit nicht gebunden, kann Fiktives mit Tatsachen verflechten und ist schließlich selbst begeistert vom Ergebnis seiner Methode. „Man darf mir glauben“, schrieb er noch in seinem Todesjahr, „dass ich auf jedes Kind meiner Einbildungskraft stolz bin und daß niemand diese Familie so gern haben kann wie ich. Doch wie viele stolze Eltern habe ich im Tiefsten meines Herzens ein Lieblingskind. Und sein Name ist David Copperfield.“ Der Knabe wird nach dem Tod seines Vaters im Dorfe Blunderstone in Suffolk geboren und erlebt nur wenige glückliche Kinderjahre bis er als Laufbursche in einer Londoner Weinhandlung ein „Leben auf eigene Rechnung“ beginnt und jenen charakteristischen Figuren begegnet, die diese fiktive Lebensbeichte zu einem Klassiker werden ließ, noch bevor dieser Begriff existiert hat: dem ewig verschuldeten Mr. Micawber, dem infamen Heep, der handfesten Miss Betsey und der tugendhaften Agnes. Charles Dickens (1812 – 1870), Sohn eines Marinezahlmeisters, Kinderarbeit bei einem Schuhwichsefabrikanten, dann Schreiber bei einem Advokaten und schließlich Parlamentsberichterstatter. Herausgeber verschiedener Zeitungen, unter anderem der liberalen Tageszeitung „Daily News«, ausgedehnte Europa- und Amerikareisen. Von 1858 an trat er in England und Amerika als Vorleser seiner eigenen Werke auf. |
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