| Die Nacht der Raben |
|
| |
Autor: |
Ann Cleeves |
|
| |
Produktion: |
SWR 2008 |
|
| |
Bearbeitung und Regie: |
Mark Ginzler |
|
|
Musik: |
Peter
Kaizar |
|
| |
Länge: |
113 Min. |
|
|
|
 |
|
Mitwirkende: |
Erzählerin
+ Gesang: Winnie Böwe
Jimmy Perez: Robert Gallinowski
Magnus Tait: Helmut Stange
Sally Henry: Laura Maire
Roy Taylor: Martin Bross
Fran Hunter: Ulrike Grote
Euan Ross: Felix von Manteuffel
Alex Henry: Hubertus Gertzen
Catherine Ross: Elisabeth Hoppe
Robert Isbister: Aljoscha Stadelmann
Cassie Hunter: Eva Schilling
Mary Tait: Christine Davis
Mr. Scott: Christoph Gawenda
Mrs. Henry: Gisela Strahle
Prof. Morton, Polizist: Horst Hildebrand
Mutter von Perez: Gertaud Heise
Sandy Wilson: Erik Rastetter
Mütter: Nicole Boguth und Catharina Kottmeier
Detective: Thomas Höhne
Mitschülerinnen: Rebecca Szerda und Madgalena Flade

Robert Gallinowski, Regisseur Mark Ginzler und Helmut Stange; Bild: SWR/Monika Maier

Komponist Peter Kaizar mit Erzählerin/Sängerin Winnie Böwe; Bild: SWR/Monika Maier
|
Inhalt: |
Winter auf den Shetland-Inseln. Still ruht die
Welt
unter einer weißen Decke. Oben in Hillhead am Rande von
Ravenswick wohnt der seltsame Außenseiter Magnus Tait
– er
grinst, wenn andere weinen, bewundert Raben für ihre Klugheit
und
Grausamkeit und hört die Stimme seiner Mutter, obwohl die
schon
eine ganze Weile tot ist. Seit acht Jahren hat ihn niemand mehr
besucht, im ganzen Dorf kursieren schaurige Gerüchte
über
ihn. Vor acht Jahren wurde er verhaftet, nachdem die kleine Catriona
verschwunden war. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Doch man konnte ihm
nichts nachweisen. Und in dieser Neujahrsnacht ist der ideale Moment
gekommen, um dem alten Sonderling einen Besuch abzustatten und ihm ein
frohes neues Jahr zu wünschen – das
beschließen
zumindest die angetrunkenen Schulfreundinnen Catherine und Sally auf
dem Heimweg von einer Silvesterparty. Vier Tage später liegt
Catherine tot im Schnee. Sie trägt einen roten Schal. Mit dem
ist
sie erwürgt worden. Um ihren leblosen Körper kreisen
Raben
– die Lieblingsvögel von Magnus Tait.
|
Bemerkungen:
|
Mit "Die
Nacht der Raben" setzt der SWR den gleichnamigen Thriller von Ann
Cleeves um. Diese Geschichte folgt einem recht gewöhnlichen
Plot, der allerdings durch eine gelungene Szenerie und die Einbindung
von sehr gut charakterisierten, interessanten Figuren auf sich
aufmerksam machen kann.
Allerdings reicht die Geschichte nicht ganz, um die Spielzeit
durchgängig mit Spannung zu füllen. So schleichen
sich immer wieder einmal Längen ein, die insbesondere den
mittleren Teil etwas schwerfällig wirken lassen. Zum Ausgleich
gibt es aber auch immer wieder extreme Spannungsmomente, die den
Hörer wirklich gut zu fesseln wissen.
Die handelnden Figuren sind durchweg mit erstklassigen Schauspielern
besetzt, was das Hören diesbezüglich zu einer wahren
Freude werden lässt.
Winnie Böwe bekommt hier viel Arbeit, denn die Umsetzung
bedingt einen hohen Erzähleranteil, zudem ist sie in der -
sehr passenden -Hintergrundmusik als Sängerin zu
hören.
Überhaupt wirkt die Umsetzung atmosphärisch sehr gut.
Die Untermalung bringt die Szenerie dem Hörer recht nahe, so
dass hier das Geschehen sehr gut vorstellbar wird.
"Die Nacht der Raben" ist ein Krimi, der aufgrund der gelungenen
Umsetzung auf jeden Fall ein Ohr wert sein dürfte.
Einzig der Krimiaspekt an sich ist nur in Teilen originell und
dürfte alteingesessene Fans des Genres daher vermutlich nur
damit überraschen, wer denn nun letztlich der Täter
ist. Wer es sicherlich nicht ist, das lässt sich jedoch
schnell erahnen. |
|
|