| Die Spurlosen |
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Autor: |
Heinrich Böll |
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Produktion: |
NDR / BR / SWF 1957 |
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Regie: |
Fritz Schröder-Jahn |
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Länge: |
62 Min. |
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Mitwirkende: |
Brühl: Erich Schellow
Kröner: Wolfgang Lukschy
Toni: Rudolf Fenner
Dr.
Krum: Georg Eilert
Marianne: Anneliese Römer
Pölzig: Hans
Paetsch
Druven: Gerhard Bünte
Frl. Trichan: Erna Nitter
Kleffer:
Siegfried Lowitz
Schwitzkowski: Werner Schumacher |
Inhalt: |
Kaplan Brühl wird nachts von einer Bande gewaltsam entführt, um eine Kranke mit
den Sterbesakramenten zu versehen. Als er endlich wieder aufgefunden wird,
weigert er sich, der Polizei bei der Aufklärung des Verbrechens zu helfen. Er
kennt nun das Geheimnis der "Spurlosen", einer 1944 desertierten
U-Boot-Besatzung, die ihre Gemeinschaft außerhalb der Gesellschaft durch
Bankeinbrüche finanziert.
Heinrich Böll formulierte in seinem Hörspiel
zugespitzt seine Zweifel an der äußeren Gesetzlichkeit von Staat und
Kirche.
Fritz Schröder-Jahn, am 13.10.1908 in Görlitz/Oderbruch geboren,
zählt zu den wegweisenden Rundfunk-Regisseuren der Nachkriegszeit.
Hörspielinszenierungen u.a. von Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Friedrich
Dürrenmatt, Siegfried Lenz u.v.a. 1945 kam er als Sprecher und Regisseur zum
damaligen NWDR (später NDR) nach Hamburg. 1980 gestorben.
Heinrich Böll,
1917 in Köln geboren, Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur (1972).
Er trug mit seinen frühen Radiostücken wesentlich zum legendären Ruf des
deutschen Nachkriegshörspieles bei. 1985 in Köln gestorben. |
Bemerkungen: |
Ein "Krimi" der nur bedingt einer ist. Tatsächlich
geht es hier mehr um die Frage nach der Moral. Und dies ist auch das -
neben dem ungewöhnlichen Plot - Interessante an dieser Geschichte.
Auch wenn man sich hier und da vielleicht etwas lange in
philosophischen Betrachtungen aufhält, hält die Geschichte
doch das Hörinteresse über die Spieldauer aufrecht.
Fritz Schröder-Jahn hat diese Geschichte mit einem sehr guten Cast sehr klassisch inszeniert.
"Die Spurlosen" ist ein Hörspiel, das einen sehr soliden
Hintergrund hat, allerdings den am reinen Krimi Interessierten nicht
sonderlich reizen dürfte. Von mir jedoch erhält das
Stück aufgrund der sehr anschaulichen moralischen
Auseinandersetzung eine absolute Empfehlung. |
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