| Die Stimme der Violine Zweiteiliges Hörspiel nach Andrea Camilleri ![]() Aus dem Italienischen von Christiane von Bechtolsheim Bearbeitung: Daniel Grünberg Regie: Leonard Koppelmann SWR 2002 Teil 1: 55 Min. Teil 2: 52 Min. ![]() Erzähler: Horst Mendroch Commissario Montalbano: Gerd Wameling Anna Tropeano: Krista Posch Augello: Max Volkert Martens Fazio: Philipp Moog Nicolo Zito: Klaus Barner Frauke Poolman, Christa Strobel, Rainer Bock, Hans-Peter Bögel, Eva Derleder, Peter Espeloer, Hubertus Gertzen, Horst Hildebrand, Hans Kemner, Ruth Köppler, Edgar Marius Marcus, Robert Schoen, Frank Stöckle, Andreas Szerda, Charles Wirths, Friedrich von Bülow, Elmar Roloff, Berthold Toetzke Schöne Frauen machen das Leben eines Sizilianers erst interessant. Das kann Commissario Montalbano nur bestätigen, denn es sind gleich drei junge Damen, die ihm zur Zeit den Schlaf rauben.Da ist zunächst Michela, die junge Arztgattin, die in ihrer Villa ermordet aufgefunden wird und hinter deren Tod sich etwas ganz anderes verbirgt, als allgemein vermutet. Die zweite ist Anna, Michelas Freundin, die Montalbano bei den Ermittlungen zur Seite steht und sein Herz höher schlagen läßt, als gut für ihn ist. Denn schließlich gibt es Livia, die dritte im Bunde, die Frau, die er liebt, die jedoch unangenehmerweise etwas von ihm fordert, das er ihr in einem schwachen Moment versprochen hat - die Ehe. Bei all der aufregenden Weiblichkeit fällt es dem Commissario nicht leicht, einen klaren Kopf zu behalten, denn immerhin gilt es, das brutale Verbrechen an der schönen Michela aufzuklären, sich nicht von offensichtlich eindeutigen Beweisen täuschen und von allzu selbstsicheren Vorgesetzten einschüchtern zu lassen. Die schöne Tote hatte wohl die Sinne einiger Männer verwirrt. So gerät der etwas debile Sohn eines unbescholtenen Mannes in Mordverdacht, dann er selbst. Der neue Untersuchungsbeamte ist nicht zimperlich: Jeder kleinste Verdacht reicht aus für eine groß angelegte Polizeiaktion. Und wenn dann Fehler gemacht werden, ist es ihm ein Leichtes, sie zu vertuschen. Aber obwohl Commissario Montalbano offiziell mit dem Fall nichts mehr zu tun hat, recherchiert er weiter. Dass ihn ausgerechnet eine Violine auf die richtige Spur bringt, hätte Montalbano selbst nicht gedacht - schließlich ist er hoffnungslos musikalisch. |
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| Bemerkungen: | Das bewährte Team,
Autor, produzierender Sender, Regie und Sprecher, sorgt auch im vierten
Montalbano-Fall für die richtige Stimmung. Der Krimi, um den etwas
merkwürdigen Commissario, wurde hier wieder gelungen ins
Hörspielformat gegossen. Die Geschichte bringt einen verzwickten Mordfall, bei dem sich Montalbano wie üblich diverse Widrigkeiten in den Weg stellen. Ein wiedererkennbares Muster, dass den Fall jedoch nicht abwertet, im Gegenteil, gerade die Detailfülle sorgt für Interesse. Die beschauliche sizilianische Kulisse trügt ein wenig, der Plot hat genügend Tempo, die Geschichte spannend zu erzählen. Auch sonst gibt es an der Umsetzung nur wenig zu meckern. Leonard Koppelmann hat die Geschichte in eine wunderbare Kulisse gesetzt und lässt darin bewährte und erstklassige Sprecher agieren. Insofern lohnt sich die Produktion für Fans des Commissarios auf jeden Fall. Aber auch alle anderen Fans von guten - und vor allen gut inszenierten - Krimis, sollten hier ein Ohr riskieren. |
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Meine
Wertung: + + + +
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