| Die Störenfriede von Marion Aubert a. d. Französischen von Bettina Arlt Musik: Hans Schüttler Regie: Ulrike Brinkmann SR/DLR 2008 56 Min. Mit Leopold von Verschuer, Kirsten Hartung, Falk Rockstroh, Kirsten Hartung, Effi Rabsilber u.a. Die schlaffe Königin lässt die Staatsgeschäfte schleifen, drangsaliert ihre Kammerzofe Jacqueline und bestellt Schmeichler, die ihre miese Laune verbessern sollen. Jeanne d’Arc höchstselbst kommt angeritten, um das Königreich zu retten, denn unter der schlaffen Königin wird schlecht geliebt und viel gestorben. Marion Auberts Groteske kommt als burleskes, blutrünstiges, tragikomisches Märchen daher, dessen schlecht erzogenes Personal ständig über die Stränge schlägt, die Grundregeln der Wahrscheinlichkeit in Frage stellt und unseren inneren Frieden stört. Es darf gelacht werden! Aubert bekam 2005 den Auftrag, etwas über „Begierde, Unordnung, Ungehorsam“ zu schreiben, entstanden sind „Die Störenfriede“. „Diese Skizze erzählt das traurige Leben von Kleingeistern, verloren und mickrig. Die Ge schichte derer, die beinah gestorben wären, weil sie sich zu wenig geliebt haben.“ (Marion Aubert) Marion Aubert, Jahrgang 1977, Schauspielausbildung in Montpellier, wo sie auch lebt. Mit 20 Jahren gründete sie ihre Compagnie „Tire pas la nappe“, mit der sie selbst auf der Bühne steht, aber sie spielt auch für andere Regisseure. Ein Dutzend Theaterstücke hat sie geschrieben, alle wurden in Frankreich aufgeführt, „Les aventures de Nathalie Nicole Nicole“ auch beim Festival PRIMEURS 2007 in Saarbrücken. „Die Störenfriede“ ist bisher das einzige ihrer Stücke, das auf Deutsch vorliegt, es wurde im Auftrag des SR übersetzt. |
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