| Die Tote im See |
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Autor: |
Raymond Thornton Chandler |
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Produktion: |
SWF 1983 |
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Regie: |
Hermann Naber |
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Musik: |
Peter Zwetkoff |
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Länge: |
60 Min. |
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Mitwirkende: |
Hans-Peter Hallwachs - John Dalmas
Charles Wirths - Howard Melton
Eberhard
Feik - Bill Haines
Arnold Marquis - Jim Tinchfield
Antje Hagen - Beryl
Haines
Helmut Wöstmann - Veilchen M'Ghee
Sascha Thiesen -
Page
Marieluise Etzel - Miss van de Graaf
Robert Rathke - Dr.
Menzies
Margarete Salbach - Emma
Karl-Dirk Schuster - Les |
Inhalt: |
Der große Mann trat hinter einen Schreibtisch im Format von etwa 800 Dollar und
pflanzte sich in einen gepolsterten, hochlehnigen Direktorensessel. "Nun zeigen
Sie mal, dass Sie auch der Mann sind, für den Sie sich ausgeben". Ich holte
meine Brieftasche heraus und zeigte ihm eine kleine Fotokopie meiner Lizenz. Er
schien zufriedengestellt. "Wie sind Ihre Sätze?" "Fünfundzwanzig Eier pro Tag
plus Spesen." "Was verstehen Sie unter Spesen?" "Benzin und Öl, vielleicht mal
eine kleine Bestechung, Mahlzeiten und Whisky. Hauptsächlich Whisky." Er lachte.
"Ich will, dass Sie sich auf die Spur meiner Frau setzen und ausfindig machen,
wo sie sich aufhält und was sie macht, und zwar ohne dass sie etwas davon merkt.
Sie ist vor elf Tagen plötzlich verschwunden - aus einer Hütte, die wir oben am
Little Fawn Lake haben. Das ist ein kleiner See, der mir und noch zwei anderen
Männern gehört. Etwa drei Meilen von Puma Point. Sie wissen natürlich, wo das
ist." (Aus Raymond Chandlers Erzählung "Die Tote im See") |
Bemerkungen: |
Standlers Erfolg gibt ihm Recht. Das Detektivgenre, wie er es konzipierte, wird
noch heute gern kopiert und so ist es auch kein Wunder, dass er selbst auch
diese Kuh solange gemolken hat, solange es ging.
Wer Krimis in diesem
Stil mag, der darf sich "Die Tote im See" gerne gönnen, er wird mit einer
soliden (wenngleich nicht ganz runden) Story unterhalten. Wer aber im Radio auf
der Suche, nach etwas richtig Originellem ist, der ist hier vollkommen
falsch.
Denn hier zieht sich das Schema F nicht nur durch Story, sondern
auch durch die Umsetzung. Natürlich besetzt man die Titelrolle des typischen
Chandler-Ermittlers mit Hans-Peter Hallwachs. Der passt natürlich perfekt in
diese Rolle, gehört aber auch schon fast zum klischeehaften
Inventar.
Leider mangelt es dieser Produktion zu eindeutig an
Originalität. Von daher gibt es von mir keine wirkliche Empfehlung.
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