Der letzte Detektiv (15) Schneewittchen

von Michael Koser 
Regie: Alexander Malachovsky
BR 1989
50 Min.


Jonas: Bodo Primus
Sam, sein Supercomputer: Peer Augustinski
Trödler: Alexander Malachovsky
Mustermann: Karl Michael Vogler
sowie Karin Anselm, Edwin Marian, Claudius Zimmermann, Jürgen Rehmann, Volker Spahr und Julia Fischer


Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, ein grauer Herbsttag. Ein toter Tag, an dem die große Stadt so grau und kalt wirkt wie ein krepierter Elefant. Ein Tag, an dem nichts passiert. Denkt Jonas. Das war aber ein Irrtum. Ein graues E-Mobil taucht nämlich aus dem Nichts auf, schiebt sich quer über den Gehweg und hält direkt neben Jonas. Ein paar grimmige Typen springen raus. Einer quetscht ihn gegen die Mauer, der andere hält ihm einen Laserstrahler unter die Nase. Und das alles wegen Charlie. Coke. Koks. Kokain. Eins von vielen Problemen der Drogenpolizei. Und jetzt das Problem: Plötzlich vervielfacht sich die Menge durch eine neue Connection. Der Plan „Schneewittchen“ soll den Großdealer ausschalten. Jonas und Sam (genauer Sams drahtlose Mini-Extension in der Jackettasche von Jonas) sollen helfen. Jonas lehnt entsetzt ab. Zunächst.


Bemerkungen:

Erneut eine sehr kurzweilige Jonas-Folge, die ein Wiederhören mit der guten alten Bekannten Judith mit sich bringt. Deren Beziehung zum letzten Detektiv ist zwar etwas abgekühlt, die Rückkehr nährt aber zumindest die Hoffnung auf Besserung -auch wenn das Ende beide erstmal in gegensätzliche Richtungen streut.
Der Fall bietet zunächst die typische Jonas-Geschichte, ein einfacher Aufhänger, der sich in eine komplexe Verschwörung auflöst. Dazu bietet Koser noch einen sehr ordentlichen Showdown an, der nicht nur einen - zwar logischen, aber doch überraschenden - Täter präsentiert, sondern auch mit interessantem Verhalten bekannter Figuren aufwartet. Auch SAM bekommt hier eine besondere Rolle, die über den unterhaltsamen Dialogpartner hinausgeht.

Der Fall wird spannend, in knapp 50 Minuten erzählt. Für Langeweile bleibt da keine Zeit, zumal der Plot die Spielzeit braucht und hier dicht und temporeich präsentiert wird. Die Umsetzung ist erneut sehr gelungen. Bei den Sprechern fällt insbesondere Peer Augustinski positiv auf, dessen Rolle hier ja etwas mehr als üblich bietet. Gewohnt hörenswert auch Bodo Primus und die bezaubernde Karin Anselm. Als kleine Besonderheit gönnt sich auch  Alexander von Malachovsky einen kurzen Auftritt.

Was soll man noch großartig zu dieser Serie schreiben? Alle Lobeshymnen habe ich schon gesungen, weder die inhaltliche, noch die produktionstechnische Qualität schwanken, so dass auch hier wieder nur eine Empfehlung bleibt.
Der letzte Detektiv ist nun einmal eine der ersten Hörspieladressen... Punkt!


Meine Wertung: + + + +
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