Der letzte Detektiv (16) Störfalle

von Michael Koser

Regie: Alexander Malachovsky
BR 1988
50 Min.




Jonas: Bodo Primus
Sam, sein Supercomputer: Peer Augustinski
Justus: René Heinersdorff
Elmer: Michael Lenz
sowie Ursula van der Wielen, Reiner Kositz, Ronnie Jarnoth, Helmut Stange, Ilse Zielstorff, Ingeborg Schöner und Jürgen Rehmann


Plötzlich ist er da. Er steht mitten in seinem Büro. Sehr jung, sehr verlegen. Mit riesengroßen Kalbsaugen. Jonas hätte die Tür verrammeln sollen. Oder verreisen. Weit, weit weg von Babylon. Justus heißt er und er will Detektiv werden. So einer wie Jonas. Und obwohl Jonas einen Lehrling so gut brauchen kann wie ein Beduine eine Höhensonne - sagt er zu. Hätte der redegewaltige verbale Dauer-Chaot Sam Haare, sie stünden ihm zu Berge. Nicht nur wegen Justus. Auch wegen Zora Zeitgeist. Die Reporterin ist spurlos verschwunden, nachdem sie einen Coup gelandet hatte: Störfall bei BIO während der Produktion eines verbotenen Unkrautkillers. Und in diesem Fall vermittelt ausgerechnet jener Justus einen Auftrag. Einen ziemlich gefährlichen noch dazu!


Bemerkungen:

Der Fall "Störfalle" bleibt dem Hörer sicherlich nicht wegen des originellen und spannenden Plots in Erinnerung, bietet aber einige interessante Verknüpfungen innerhalb der bisherigen Serie, die der absolute Fan natürlich gerne aufnimmt, die andererseits aber auch den Gelegenheitshörer nicht verschrecken.

Zudem gibt es ein paar nette Seitenhiebe auf die "Drei Fragezeichen": Koser gönnt sich und Jonas einen Sieg gegenüber dem Jungdetektiven Justus. Aber auch in anderen Geschichten wildert man ein wenig und bringt viele Klischees und Elemente von Benjamin Blümchen bis zu Mad Max mit ein - klingt hier komisch, klingt im Hörspiel aber gut.

Diese Scharmützel passen natürlich bestens zum gewohnt beschwingten Geplänkel zwischen Jonas und SAM. Letzterer läuft hier wieder zur Hochform auf und sorgt auch in dieser Folge wieder dafür, dass der Unterhaltungswert stimmt.

Die Umsetzung ist gewohnt gut, als einzige Unschönheit sind mir die Schlachtrufe der Kinder aufgefallen, die mehr nach Krippenspiel in der Waldorfschule, denn nach aggressiven Ghettokids klingen.


Die Spannung dieses Falles hält sich doch etwas in Grenzen, dennoch kann auch diese Folge die "gute" Wertung sichern, da die Erzählweise und die Dialoge - insbesondere dank SAM - einen hohen Unterhaltungswert haben.


Meine Wertung: + + +



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